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Blogger – Erfahrungen teilen oder für sich behalten?

Foto: Cienpies Design | iStockphoto | Thinkstock

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Martin hat im Webmasterfriday diese Woche eine sehr interessante Frage gestellt. Es geht darum, ob man sein Wissen über das Bloggen teilen sollte.

Bei mir hat da über die Jahre eine gewisse Entwicklung stattgefunden, was das Veröffentlichen von Erfahrungen und Wissen rund um die Webmasterrei angeht. Anfangs habe ich fast alles rausgeblasen, was ich gelernt habe. Natürlich in der Hoffnung, darüber mit anderen in einen offenen Austausch zu treten. Irgendwann habe ich gemerkt, dass diese Einbahnstraße für mich nicht sehr lohnend ist und mir sogar schadet. Es folgte eine Zeit der völligen Funkstille.

Fein dosierte Erfahrungshäppchen

Seit einiger Zeit schreibe ich wieder etwas. Das sind immer Einzelaspekte, die ich für interessant und diskutierenswert halte. Ich beschränke mir dabei aber weitestgehend auf folgenden Bereiche:

  • Inhalt / Redaktionelles
  • Reporting / Erfolgskontrolle
  • Trafficverteilung

Geschäftliche Aspekte, Technik- und SEO-Themen versuche ich zu meiden. Dort ist der potentielle „Schaden“ am größten.

Wir haben hier intern ein kleines Rudel gebildet, das – basierend auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit – tiefer in die Materie eindringt und Erfahrungen austauscht. Im Gegensatz zum öffentlichen Posten hat man dort die Verteilung unter Kontrolle und kann für ein ausgeglichenes Nehmen und Geben sorgen.

Irgendwann ist das Thema durch

Martin hat auch die Frage gestellt, warum weniger öffentlich über Erfahrungen geschrieben wird. Dazu kommt – neben den oben skizzierten Überlegungen – die Tatsache, dass es irgendwann langweilt. Ich schreibe seit ca. 17 Jahren ins Internet. Da habe ich dann irgendwann jeden Aspekt zwanzig mal für mich durchgekaut und beschäftige mich lieber mit anderen Themen.

Die meisten Blogger scheitern am 1×1, weil sie nach den letzten 0,1% Finetuning suchen. Die Basics kann man überall nachlesen. Nur setzen sie die Allermeisten nicht um.
18 Kommentare 03.09.2016
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Kommentare:
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  • 🕝 sinnwortspiel

    seit 17 jahren?
    wow! meine hoch.achtung.

    ich hab mich das bisher nicht getraut…

  • > wow! meine hoch.achtung.

    Das ist ja an sich noch keine Leistung 😉

  • 🕝 sinnwortspiel

    na das stimmt. 🙂
    aber vor 17 jahren hatte ich noch nicht mal internet zuhause. 😀

    insofern, doch – ist eine leistung. 🙂

  • 🕝 Sabienes

    Vor 17 Jahren habe ich noch gar nicht gewusst, was Internet ist!
    😉
    Sabienes

  • 🕝 sinnwortspiel

    stimmt. ich auch nur vom hören sagen.

  • > aber vor 17 jahren hatte ich noch nicht mal internet zuhause

    Ich auch nicht. Jedenfalls keins, was besonders Spaß gemacht hat 😉 Ich habe meine Seiten an der Hochschule gebastelt.

  • 🕝 sinnwortspiel

    hm. vor 17 jahren war ich noch nicht an der hochschule. 🙂
    und hatte keine ahnung. 🙂
    darum: ja! hochachtung!

  • Na, dann fühle ich mich jetzt mal hochgeachtet. Muss ja nicht immer verdient sein 😉

  • 🕝 sinnwortspiel

    siehste, geht doch. 😉
    (ich kann manchmal sehr lästig… öähhhhh… überzeugend sein. 😛 )

  • Ich auch.

    Aber gegen Lob sollte man sich nicht wehren. Es gibt so oft eigentlich verdientes Lob nicht, dass unverdientes Lob einen kleinen Ausgleich schafft 😉

  • 🕝 Alice

    …das war jetzt aber seeeehhhr philosophisch ausgedrückt…

  • Ja. Ist es.

    Das ist etwas, was die „guten“ Menschen oft viel zu spät lernen. Anzunehmen.

  • 🕝 sinnwortspiel

    oh ja. das stimmt.
    annehmen.
    und daran erfreuen.
    das ist schwer…zu oft.

  • 🕝 Horst Schulte

    Ich habe 1996 eine Website mit Office-Themen herausgebracht. Es ging in der Hauptsache um Excel und Access. Das hat lange Zeit Spaß gemacht. Die Seite habe ich im letzten Jahr gelöscht, weil mein Webspace Opfer einer Malware-Attacke wurde und ich der Sache nicht mehr Herr wurde. Einige Rechner von Lesern wurden infiziert.

    Nachdem ich 2003 mit dem Bloggen angefangen habe, trat die Seite ganz in den Hintergrund. Auch als Blogger habe ich zum Teil erworbenes Wissen weitergegeben oder Ansichten zu bestimmten technischen Fragen rund ums Bloggen zur Diskussion gestellt. Den Teil fand ich eigentlich immer am spannendsten. Aber es gibt so unendlich viele und bessere Angebote, dass dies auch kein „abendfüllendes“ Programm mehr darstellt.

  • Mein Wissen jenseits des Geschäftlichen / Webmasterlichen teile ich ungebremst. Daraus besteht ja 90% meiner Arbeit – etwas, das ich weiß, ins Netz zu schreiben.

  • 🕝 Phil

    Du kannst mal was darüber erzählen wie man in Zeiten medialer Propaganda und
    kaufbaren shitstorms den Wahrheitsgehalt von Nachrichten einschätzen kann.

  • Wenn ich das wüsste, würde ich es machen.

    Aber ich habe da auch nur mein Bauchgefühl und meine Beobachtungsgabe zu bieten. Und beides ist leider sehr fehlbar.

    Mich kann man auch prima verarschen. Vielleicht nicht ganz so leicht wie den durchschnittlichen RTL2-Zuschauer. Aber wenn man sich nicht allzu dumm anstellt, klappt das.

  • 🕝 Alex L

    Hallo,
    boah, seit 17 Jahren bist du schon im Internet. Ich habe mit 16 angefangen, mich damit zu beschäftigen, obwohl bei mir sind es auch schon fast 16 Jahre. Also da kommt einiges an Wissen zusammen, da gebe ich dir Recht. Angefangen, meine Erfahrungen zu teilen, habe ich aber erst seit ein paar Jahren, indem ich zum Blogger wurde. Das bietet sich gut an, indem man über eigene Erfahrungen schreibt und durch Erfahrungen anderer etwas dazu lernt. Das ist eine Geben und Nehmen, finde ich.

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