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Krieg: Adblocker vs. Werbeindustrie

Bei naanoo.com beträgt der Anteil von Benutzern mit Werbeblocker ca. 8-10 Prozent.

Ich werde allerdings irgendwann dazu übergehen, die Website für solche User zu sperren. Unsere Seiten gibt es nur so, wie sie sind oder eben gar nicht. Auf Besucher, die unsere Arbeit nicht zu schätzen wissen, kann ich verzichten.

14 Kommentare
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Kommentare:
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  • 🕝 Olaf

    Mich stört besonders, dass auf kleinen mobilen Endgeräten zum Teil dieselbe hirnlose Werbung wie auf Desktop- PC’s gezeigt wird.

    Das ist nicht nutzerfreundlich, weil mobiles Datenvolumen vergeudet wird, und die sehr kleine Displayfläche mit Werbung zugekleistert wird.

    Da muss sich die Werbeindustrie etwas einfallen lassen, um die Akzeptanz der Werbung nicht gegen 0 gehen zu lassen.

    Zum Glück gibt es so tolle Internetseiten wie z.B. http://www.deutschland-kreditkarte.de , die ohne jedes Werbebanner auskommen ;-).

  • Ja, die Werbebranchen hängt da immer ein wenig zurück. Es sind aber schon ganz gute mobile Formate verfügbar und die kommen auch zunehmend zum Einsatz.

    Dass eine Affiliate-Seite, die quasi nur aus Werbung besteht, jetzt nicht noch zusätzlich Banner schaltet, ist keine ganz so große Ausnahmeerscheinung, oder?

  • Aber im mobilen Bereich gibt es ja eh schon die nächste Dreistigkeit:
    http://t3n.de/news/mobilfunkanbieter-werbung-smartphones-610657/

  • 🕝 Olaf

    > Dass eine Affiliate-Seite, die quasi nur aus Werbung besteht, jetzt nicht noch zusätzlich Banner schaltet, ist keine ganz so große Ausnahmeerscheinung, oder?

    Korrekt. Siehe check24, mydealz etc. Das betrifft auch indirekt jeden Onlineshop (egal ob Affiliate oder drop shipping oder echter Produktanbieter) etc.

    Alle diese Seiten werden vom Besucher meist nicht als Werbung wahrgenommen (obwohl sie einzig und alleine dem Produktverkauf dienen). Es gibt dort oft gar keine durch Adblocker filterbare Werbung.

    Dein Geschäftsmodell (Content einkaufen und veröffentlichen, mit Werbung monetarisieren) halte ich gerade wegen der zunehmenden Nutzung mobiler Endgeräte für kritisch.
    Da wird Dir möglicherweise etwas neues einfallen müssen.

  • Das Gesinge mit dem Geschäftsmodell höre ich bin Dir schon seit Jahren. Fakt ist, dass werbefinanzierte Informationsseiten das älteste Geschäftsmodell des Netzes sind.

    Du treibst gerne jedes Jahr eine andere Sau durchs Dorf. Ich bleibe einfach mal bei dem, was funktioniert.

    Die mobilen User sind doch kein Problem, sondern eine Hilfe. Es ist ja nicht so, dass die Desktop-Zugriffe sinken. Die mobilen User wachsen nur deutlich schneller und erhöhen sich dadurch im Anteil. Absolut wachsen aber auch die Desktop-Zugriffe.

    Die mobilen User lassen sich über Werbung auch monetarisieren, wenn auch nicht mit der gleichen Rate. Die ist aber deutlich angenehmer als bspw. der Conversion-Abfall im E-Commerce-Bereich.

    Wenn es Geschäftsmodell ein Ablaufdatum hat, dann eher das Verchecken drittklassiger Finanzdienstleistungen über viertklassige Websites 😉

  • 🕝 Olaf

    > Du treibst gerne jedes Jahr eine andere Sau durchs Dorf.

    Ich vermittle schon seit z.B. 15 Jahren Kreditkarten…

    Daneben teste ich regelmäßig andere Geschäftsmodelle. Manches beende ich nach dem Test, und anderes führe ich fort.

    > Fakt ist, dass werbefinanzierte Informationsseiten das älteste Geschäftsmodell des Netzes sind.

    Etwas innovatives neues erwartet auch niemand von Dir ;-).

    > Wenn es Geschäftsmodell ein Ablaufdatum hat, dann eher das Verchecken drittklassiger Finanzdienstleistungen über viertklassige Websites

    Auch wenn diese Behauptung von Dir anders gemeint ist, hast Du auch nach meiner Meinung mit der Grundaussage Recht:
    So einfach, wie vor 10 Jahren im Affiliate Marketing Geld verdient wurde (mit Hilfe einfachster viertklassiger Seiten mit Affiliate- Links drauf), geht es heute meist nicht mehr.
    Die Affiliate- Umsätze konzentrieren sich auf immer weniger große Affiliates. Darüber hinaus machen Gutschein/Cashback- Affiliates (qipu, Sparwelt, gutscheine.de…) je nach Warengruppe über 80% des gesamten Affiliate- Umsatzes aus.

    Der kleine Content- Affiliate gerät zunehmend ins abseits. Viele ehemalige Affiliates haben sich auf Online Marketing Manager- Posten ihrer Merchants gerettet.

    Wir werden zunehmend selber zum Merchant.

  • Wir gucken einfach mal, wie sich dieses ganze Internetszeug weiterentwickelt.

    Die Historie Deiner Prognosen gibt ja jetzt nicht unbedingt Anlass, sie für mehr als einen Kontraindikator zu halten.

    > Wir werden zunehmend selber zum Merchant.

    Jaja, und Newskönig, Content-Mogul mit Fachkraft etc.

    > Etwas innovatives neues erwartet auch niemand von Dir ;-).

    Da antworte ich mal mit der Weisheit meines großen Vorbilds Oli. Die Innovation liegt nicht im Geschäftsmodell, sondern in der Umsetzung.

  • 🕝 Martin

    Ich halte das Geschäftsmodell „Hier haste kostenlos, dafür nerv ich dich mit Werbung“ auch allgemein für _verbesserungsbedürftig_. Egal wie lang es das schon gibt. Es bleibt nun mal sehr oft ein erheblicher Interessenskonflikt. (Wir sprachen ja schon mal darüber.) Entweder produziert der Publisher Inhalte für Werbekunden oder für Leser. Anders ausgedrückt: eigentlich wird der „Leser“ nur benötigt, damit er/sie hoffentlich den View oder Click macht. Der Content dient somit primär dem Werbekunden. Mag sein, dass es da einen Krieg zwischen Adblocker und Werbeindustrie gibt. Das kratzt aber doch die Leser/Nutzer überhaupt nicht. Als ich das Video gesehen habe, dachte ich mir so: hört doch auf zu jammern, ihr Luschen!! 😉
    Es ist ein Kampf um die Aufmerksamkeit des Nutzers. Und die wird oft erheblich missachtet – auf Naanoo vielleicht nicht so extrem wie auf anderen Sites.

    Ich kann Werbung durchaus tolerieren. Gutgemachte/passende Werbung sogar gutfinden und mich darüber freuen. Aber wenn mich eine dämliche Remarketing-Kampagne eines Versandhandels wochenlang mit ..öhäm.. Schlüpferwerbung auf allen Websites anhaut, ist der Spass vorbei. Das ist Nötigung. Ein Adblocker Nutzer mehr.

    Würde man den Einsatz von Adblockern als Votum des Nutzers betrachten, würde sich zumindest mir die Frage stellen, was denn dann der Wert der Inhalte ist, die ich da anbiete. Ein paar Cent per View als Micropayment? Oder für ein paar Euro pro Monat der Zugriff auf das Archiv? Oder lies und zahl soviel du willst? Ein paar interessante Varianten gibt es da ja und die sind als Alternative zu einem seitenweiten Adblocker-Eintritts-Verbot vielleicht sogar ganz gut.

    Im Prinzip hast Du also auf Naanoo die ideale Zielgruppe zur Vermarktung eines bezahlten Premium-Adblockers oder Howto-Informationsprodukts! 😉

  • > Publisher Inhalte für Werbekunden oder für Leser

    Wenn ein Publisher seine Inhalte auf die Werbekunden ausrichtet, wird der damit kaum Erfolg haben. Weder beim User, der die Seiten dann nicht besucht, noch beim Werbekunden, der dann keine Präsentationsfläche hat.

    Es mag ein paar Jahre gedauert haben, aber inzwischen hat die Werbeindustrie verstanden, dass man auf Imkerseiten keinen Honig verkauft 😉

    Man sieht es doch ganz schön bei Adsense. Waren die Anzeigen vor ein paar Jahren noch nahezu vollständig auf den Seiteninhalt ausgerichtet, adressieren sie heute die Zielgruppe.

    Adblocker / Werbenervung etc. -> ich finde es nur wichtig, dass der Deal stimmt. Wer sich von Werbung genervt fühlt, soll halt die Inhalte bezahlen. Es gibt ja genug Anbieter für werbefreie, bezahlte Informationen.

    Ich habe aber bislang eher die Erfahrungen gemacht, dass die Adblocker-Leute genau die Arschgeigen sind, die für nichts bezahlen wollen, ihre eigene Leistung aber überbewerten. Das sind die Jungs, die Dich bei jedem Umzug anrufen, selbst aber nie Deine Kisten schleppen würden.

    Payment -> für wirklich gute, tiefe Informationen und Fachportale sicher ein gangbarer Weg. Für „seichte Unterhaltung“ und Basisinformationen eher nicht.

    Dieses „zahl so viel Du willst“ ist eine Gutmenschen-Utopie. Wurde ja schon mehrfach ausprobiert. Die Leute „klauen“ sogar Kinofilme, die viele Millionen Produktionskosten verschlungen haben und für viele Konsumenten das einzige Highlight in ihrem langweiligen Leben sind, ohne schlechtes Gewissen.

  • 🕝 Olaf Kerner

    Zunächst eine Anmerkung zu Deinem Blog:
    Scheinbar hast Du seit kurzem einen Kommentare- Erschwerer integriert (Disqus). Nur weil ich hier noch einmal kommentieren möchte, habe ich mich bei Disqus angemeldet.

    Ghostery zählt jetzt 11 fremde Tracker/ Tools in Deinem Blog. Klar, fast alle (außer mir) machen das so wie Du auf ihren Internetseiten, und verteilen lustig Userdaten an die Werbeindustrie. Aber besonders eine gebildete Zielgruppe nervt das Spreading von Daten.

    Zum Thema:
    Bei plumper Werbung zur Finanzierung von Internetseiten haben wir aus meiner Sicht leider die Tatsache, dass intelligente technikaffine und oft gut verdienenden Surfer die ganze Werbung komplett blockieren, ohne schlechtes Gewissen. Übrig bleibt oft nur das kaufkraftschwache Prekariat unter den Surfern.

    Andererseits hat auch eine intelligente Zielgruppe kein Problem damit bzw. empfindet es als nützlich, wenn eine Seite z.B. gute Empfehlungen gibt, dann dort nach Klick auf einen Empfehlungslink etwas zu bestellen, und so dem Seitenbetreiber Einnahmen zu verschaffen. Oder einen Preisvergleich zu nutzen, und danach zu bestellen. Siehe diverse Tech- Blogs, check24, mydealz, Gutscheinseiten.

    Ich habe mydealz schon einige Einnahmen verschafft, indem ich über deren Affiliate- Links bestellt habe. Wenn ich dort gute Ideen oder Tipps bekomme, dann kann sich der Fabian daran gern noch dumm und dämlicher verdienen als jetzt schon. Das passt für mich.

    Es kommt scheinbar für Seitenbetreiber darauf an, Geld zu verdienen, ohne dass das ganze für den User als plumpe Werbung daherkommt.

    Das was Du machst (Newsfeed automatisiert importieren, mit Werbung anreichern) ist weder kreativ noch nach meiner Meinung zukunftssicher.

    Stichwort Bezahlung für guten Content:
    Ich hätte nichts dagegen, monatlich 20€ dafür abzudrücken, dass ich guten Content bezahle (z.B. je Seite 4€). Leider haben alle betreffenden Internetseiten unterschiedliche Paywalls, und mir ist das zu blöd, mich da überall anzumelden. bild.de habe ich eine Weile sogar monatlich bezahlt.
    Wenn sich die Werbeindustrie und die Seitenbetreiber auf ein einheitliches Bezahlsystem und Abrechnungssystem einigen könnten, wäre ich dabei.

  • einen Kommentare- Erschwerer integriert

    Ja. War aber offenbar nicht wirksam genug 😉

    habe ich mich bei Disqus angemeldet

    Hättest Du nicht machen müssen. Du kannst auch ohne Anmeldung kommentieren.

    Zum Thema: Gebildet vs. Prekariat:

    Du hast einen Adblocker. Ich nicht. Merkste was?

    Ernsthaft: Deine Sicht ist echt putzig. Die intelligente Zielgruppe mag angeblich keine offensichtliche Werbung, steht aber total drauf, wenn man sie verarscht und ihnen hintenrum ungekennzeichnete Affiliate-Links-/Produkte reindrückt.

    Wenn diese User und Du die Intelligenten sind, nehme ich lieber die Dummen.

    Mein Geschäftsmodell hast Du noch nie verstanden. Daran haben offenbar alle die Jahre und Versuche, es zu imitieren, nichts geändert.

    Ist aber nicht schlimm. Für mich 😉

  • 🕝 Olaf Kerner

    Die intelligente Zielgruppe möchte nicht mehr von Werbung auf dem Niveau des 20. Jahrhunderts wie z.B. Fernsehwerbung oder Bannern genervt werden bzw. als Kröte schlucken/ empfinden müssen, damit sie kostenlose Inhalte konsumieren kann.

    Intelligente Leute (wie z.B. ich) zahlen deshalb lieber etwas Geld an eine Online Videothek, um Filme werbefrei ansehen zu können.

    Weil wir auf unseren Seiten gern auch intelligente Leute mit Kaufkraft haben möchten, haben wir uns konsequent von allen Seiten getrennt, welche mit Bannern oder Adsense monetarisiert wurden.

    Es gibt das Sprichwort “ Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, dann steige ab.“ Daran halten wir uns.

    Du dagegen hältst an 20 Jahre alten Werbeformen fest. Das ist vielleicht beginnender Altersstarrsinn :-).

  • hältst an 20 Jahre alten Werbeformen fest.

    Ja, etwas seit 15+ Jahren zu machen, das funktioniert ist total dumm. Es ist viel besser jedes Jahr eine andere Sau durchs Dorf zu tragen.

    Wenn ich irgendwann mal die Zeit habe, mir ein Gehirn wachsen zu lassen und dann genauso „intelligent“ bin wie Du, mache ich auch so geile „ohne Schufa“ Kreditkarten-Vercheckerseiten ohne Banner und mit total hilfreichen Informationen.

    Solange überlasse ich diesen Sammelpunkt für die solvente und schlaue Sahnehaube dieser Gesellschaft Dir.

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