Technik
Telekom denkt über Drosselung von DSL-Anschlüssen nach

Foto: John Foxx | Stockbyte

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Es ist der „Aufreger“ des Tages. Die Telekom denkt über die Drosselung von DSL-Anschlüssen nach.

Beitrag im Telekom-Blog

Ähnlich wie bei Mobilfunktarifen würde ab einem gewissen Datenvolumen die Geschwindigkeit gedrosselt werden, um Heavy User ein wenig einzubremsen. Ich finde das total nachvollziehbar. Die diskutierte Drosselung bewegt sich im Bereich dreistelliger GB-Zahlen.

In den letzten Jahren sind die Preise für DSL-Anschlüsse immer weiter gefallen, während die Kosten – aufgrund explosionsartig steigender Transfervolumen –  stark gestiegen sind. Und für Basisprovider wie die deutsche Telekom ist es schwer, die 100fache Leistung zu einem geringeren Preis zur Verfügung zu stellen.

Versuche, die Profiteure (Youtube und Co.) an den Kosten der Infrastruktur zu beteiligen, sind gescheitert. Also versucht man, das Geld beim Konsumenten einzutreiben.

Ich habe selbst kein Problem damit, bspw. beim Überschreiben von 200 GB pro Monat einen vernünftigen! Preis für zusätzliches Datenvolumen zu bezahlen oder mich eben mit der geringeren Geschwindigkeit für den Rest des Monats zu begnügen.

Am Ende bleibt auch die Gerechtigkeitsfrage. Die Kosten müssen umgelegt werden. Im Moment zahlen Alle das Gleiche. Wenn künftig die mehr bezahlen müssen, die tatsächlich mehr verbrauchen, kann ich daran nichts Falsches entdecken. Auch wenn ich selbst sicher zu den „Großverbrauchern“ zähle.

Leben und leben lassen!

Links zum Thema:

Caschy – Bei Caschy gibt es die Volumenliste, die aktuell die Runde macht
Golem – bringt eine Zusammenfassung mit einem Statement eines Telekom-Sprechers
t3n – sieht die Netzneutralität in Gefahr

4 Kommentare 03.09.2016
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Kommentare:
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  • 🕝 Christopher

    Deine Meinung kann ich einerseits verstehen, weil natürlich die „Downloader“ sei es illegale Sachen oder Linux-Distributionen sind. Aber andererseits finde ich, dass die Telekom übertreibt bei den Kosten für den Netzausbau. Sie stehen da im harten Konkurrenzkampf mit den Kabelanbietern wie Unitymedia & Co., die viel Bandbreite zu günstigeren Preisen als die Telekom anbieten. Bei diesem Wettkampf mitzuhalten darf doch nicht auf Dauer auf die Leistungen der Kunden zum Nachteil gehen, sondern muss eine Investition der Telekom sein. Das Geld dafür kommt ja auch wieder rein… Die technischen Kosten für Telekommunikation kann ich mir nicht so hoch vorstellen bei stabiler Preisstruktur.

    Hast Du denn keine Angst, dass dann im Zukunft jedes Quäntchen extra Geld kostet wie Fastpath usw?

  • > Das Geld dafür kommt ja auch wieder rein

    Danach sieht es im Moment nicht aus. Schau mal in die aktuelle Bilanz der Telekom.

    Im Grund muss die Telekom ständig nachrüsten. Und wenn sich das Zeug (Router, Verteiler, Kabel) refinanziert hätten, waren schon längst drei weitere Technologiewechsel, für die investiert werden musste.

    > Linux-Distributionen

    Sowas ist ja z.B. bei 200 GB Fullspeed-Volumen kein Problem.

    > jedes Quäntchen extra Geld kostet wie Fastpath

    Das Geschäftsmodell muss für beide Seiten funktionieren. Die Provider brauchen Profit und ich eine bezahlbare Leistung. Solange genug Wettbewerb da ist, wird zweites schon funktionieren 😉

  • 🕝 Olaf

    Ich habe gerade mal nachgesehen:
    Zu hause habe ich im März diesen Monat gerade mal 18GB Traffic verbraucht.
    Auf Arbeit waren es im März bisher 30GB, trotz täglichem inkrementiellem Daten- Backup über das Internet.

    Angesichts dieser Zahlen bin ich dafür, dass Vieltraffic- Generierer auch viel zahlen ;-).

  • Ja, das Solidaritätsprinzip sollte die Grenzen des Schwachsinns nicht sprengen 😉

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