Albtraum stationärer Handel
Ihr habt es nicht anders verdient!

Ich will keine Namen nennen. Vor allem deshalb nicht, weil die eh schon blanken Nerven des stationären Handels irgendwo neben der Telefonnummer des Anwalts liegen.

Ich sage nichts, aber in mir kochts!

Ich sage nichts, aber in mir kochts! (Foto: Kichigin | Shutterstock)

Aber das, was ich am Samstag in Charlottenburg erlebt habe, macht mir den ohnehin selten genutzten Offline-Handel nicht gerade schmackhafter. Ich stand in Laden XY eine halbe Stunde an der Kasse. Und als ich dran war:

Zahlen sie bar?
Nö!
Mit Karte geht nicht.
Aha. Und jetzt?
Vielleicht stellen Sie sich dort drüben an?
Ich soll jetzt nochmal eine halbe Stunde in der Schlange stehen? Können Sie nicht kurz das Terminal da drüben nutzen, um mich abzukassieren?
Nein. Das wäre unfair den anderen Kunden gegeüber.

WTF?!

Die „anderen Kunden“ haben übrigens just in diesem Moment auch angefangen zu putschen. Die wollten nämlich auch nicht bar zahlen. Ich habe dann angeregt, doch wenistens ein Schild aufzustellen, dass Kartenzahlung nicht möglich ist. (Antwort: Wir können doch nichts für die Technik) Nein, aber dafür, dass Ihr sorglos mit der Zeit Eurer Kunden umgeht! Allein in einer halben Stunde 30×30 Minuten verschwendete Lebenszeit.

Nachdem mir kein sinnvoller Lösungsvorschlag offeriert wurde, habe ich „ganz höflich“ meine Meinung gesagt und den Laden verlassen. Für immer!

Wenn solche Läden pleite gehen, weil der „böse Onlinehandel“ sie ausradiert, führe ich einen Freudentanz auf. Im Grunde werden sie nur von ihrem Leid erlöst!

2 Kommentare 23.05.2018
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Kommentare:
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  • 🕝 Horst Schulte

    Schön, wenn sich aufgrund persönlicher Erfahrungen Vorurteile gegen „den“ stationären Handel derart phantastisch bestätigen lassen. Mein Weihnachtswunsch steht diametral zu deinem: ich wünsche dem Online-Handel die Pest an den Hals. Leider muss ich zugeben, dass die Pest für den keine Bedrohung darstellt. In den Chefetagen übernehmen die Verantwortlichen diesen Part plus Cholera schon selbst. Sie beuten ihre Leute aus und zahlen obendrein kaum Steuern. Verantwortung für das Gemeinwohl?i Fehlanzeige!

  • 🕝 Sebastian

    Ach, Horsti. Du liest wieder Sachen, die ich gar nicht geschrieben habe. Deine Agenda spielt Dir da einen Streich 😉

    > persönlicher Erfahrungen Vorurteile gegen „den“ stationären Handel

    Persönliche Erfahrungen machen imho in einem Blog total Sinn. Wenn Du eine repräsentative Erhebung suchst, bist Du hier falsch. In Deinem Blog aber eher auch – irgendwie 😉

    > gegen „den“ stationären Handel

    Lies nochmal „Wenn solche Läden pleite gehen“ … SOLCHE! Das ist der Punkt. Ich habe hier auch schon über Onlinehändler abgerantet. Kacke bleibt Kacke. Ob online oder offline spielt da keine Rolle.

    Ich muss Dich erneut enttäuschen – ich habe keine Schützengräben im Kopf. Auch wenn Du das hier immer wieder suchst. Gut vs. Böse. Schwarz vs. Weiß. Dabei ist alles so herrlich grau.

    > beuten ihre Leute aus und zahlen obendrein kaum Steuern

    Na dann schau Dir mal den Offlinehandel genau an! Amazon zahlt bspw. ungelernten Logistikkräften 10-13 Euro. Davon träumen – zumindest hier – die meisten ausgebildeten Verkaufskräfte im stationären Handel.

    Steuern? Ummhh …

    http://www.zeit.de/2014/41/ikea-steuern-sparen-tricks

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/steuern/kaffeekette-wie-starbucks-sich-um-die-steuern-drueckt/7339136.html

    http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/fastfood-kette-eu-prueft-moegliche-steuer-tricksereien-von-mcdonalds-/12677608.html

    Alles offline!

    Merkste was, Püppi? Das ist kein Online/Offline-Ding, sondern ein Konzern vs. Mittelstand-Ding.

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