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Bloggen

Lieblingswaffe Meinungsmache: Distribution von „journalistischen“ Inhalten

Achtung chaotischer Beitrag. Ich wollte dieses komplexe Thema unbedingt mal ansprechen. Das ist ein erster Versuch!

Seit mehr als 15 Jahren schreibe ich Sachen ins Netz. Das meiste davon im Rahmen kommerzieller, werbefinanzierte Onlinemagazine. Was mich daran immer gestört hat, ist die fehlende „Durchschlagskraft“ bei Themen, die mir wirklich wichtig sind.

Meine Unternehmen haben mehrere Millionen Dokumente im Netz. Das führt zu Millionen von Besuchern monatlich. Aber wenn ich ein Thema platzieren will, eine Meinung distribuieren will, ist die verfügbare Reichweite doch eher auf dem Niveau eines Lokalblättchens.

Schauen wir uns das doch mal genauer an. Die Besucher landen über Suchmaschinen und Links auf Einzeldokumenten, wenn sie eine konkrete Fragestellung haben. (Bsp.: Wie viel Gramm hat ein Würfel Zucker?) Sie suchen ausschließlich die Antwort auf ihre Frage oder die Lösung ihres Problems. An meinem Medium sind sie ebenso wenig interessiert wie an meiner Meinung zu anderen Themen.

Und das ist die Krux am Onlinepublishing. Es ist extrem schwer, sich eine „Fangemeinde“ aufzubauen, der man die Themen „reindrücken“ kann, die einem wichtig sind. Auch die großen Onlinemedien schaffen das nur bedingt. Jenseits des täglichen News Fast Foods haben auch die Verlagsprodukte Schwierigkeiten, Meinungsmache und Agendasetting im Internet abzubilden.

Seit 2011 ist der Aufbau von Distributionspower für uns das wichtigste Unternehmensziel.

Werkzeuge und Instrumente

Ich sammle hier mal Lösungsansätze und Werkzeuge zum Aufbau einer „virtuellen Gefolgschaft“, freue mich aber über weiteren Input:

  • Google News – ist je nach Thema für einen schnellen Schwung frischer Besucher gut. Meinungsmache ja, Agendasetting eher nein. Wenig nachhaltig und je Einzelthema schwer kalkulierbar.
  • Facebook – ist im Prinzip die eierlegende Wollmilchsau. Bietet alles: Gewinnung neuer Stammleser, Besucherbindung, gezielte Reichweitenverstärkung.
  • Twitter – aufgrund der geringeren Verbreitung bei weitem nicht so geil wie Facebook. Aber hier erreicht man Verteiler.
  • Newsletter – wenn die Leute erstmal drauf stehen, sehr nachhaltig und schlagkräftig. Aber die Generierung von Abonnenten ist furchtbar mühsam.
  • Google+ – ähnlich wie Twitter. Eigentlich nur zum Erreichen von Verteilern interesant.
  • Stammleser – Leser, die das Portal / das Blog täglich durch Eingabe der Adresse besuchen, sind sehr gut in ihrer Wirkung, aber „empfindlich“. In Phasen schwacher Themen oder geringer Publikationsfrequenz lässt man sie schnell auf der Strecke.
  • RSS – eigentlich ideal zur Besucherbindung. Leider jenseits der technikaffinen User kaum verbreitet.
  • Youtube – sehr schöner Distributionskanal, der wie Facebook die ganze Bandbreite der Möglichkeiten abdeckt.
  • Netzwerk – auch das eigene Netzwerk an Portalen ermöglicht das kurzfristige Platzieren von Themen. Dabei muss das Zielthema nur „halbwegs“ zum Quellmedium passen.

Mein persönliches Ziel sind 10.000 – 100.000 Besucher, die ich spontan für ein mir wichtiges Thema gewinnen kann. Das ist in der Vergangenheit bei einzelnen Themen (Schweinegrippe, Fukushima, Freiwild, Amazon) schon gelungen, aber noch weit von einer Planbarkeit entfernt.

Der Blick über den Tellerrand

Dieses Thema ist einfach wahnsinnig spannend. Ich habe mir schon viele Dinge angeschaut, die damit auf den ersten Blick nicht in unmittelbarem Zusammenhang stehen, aber wichtige Erkenntnisse liefern:

  • Warum hat die Band XY mit mäßigem Talent eine riesige Fangemeinde, während Band Z ungleich talentierter ist, aber keine Hallen füllt?
  • Warum explodieren die Facebook-Accounts mancher Politiker aus der zweiten Reihe, während manche Spitzenpolitiker in den sozialen Medien Selbstgespräche führen?
  • Warum scheitern so viele bzw. fast alle Blogger?
  • Warum liegen Demagogen die Massen zu Füßen?
  • Warum funktionieren manche Talkshows und andere nicht?
  • Sahra Wagenknecht vs. Andrea Nahles, Marina Weisband vs. Ursula von der Leyen

Die meisten meiner Learnings habe ich hier im Blog ausprobiert und werde das auch weiterhin tun. Über die Erfolge / Misserfolge halte ich euch auf dem Laufenden.

Ich bin dankbar für jeden Link / jeden Lesetipp zum Thema.

1 Kommentar
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Kommentare:
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Zu diesem Beitrag gibt es erst 1 Kommentare. Schreib uns Deine Meinung!
  • 🕝 Martin

    > Achtung chaotischer Beitrag.

    Unser unterschiedliches „Textverständnis“ amüsiert mich immer wieder. Ganz ehrlich: ich fand das überhaupt nicht chaotisch! Ganz im Gegenteil. Also wenn’s nach mir geht: schreib ruhig öfters mal chaotisch 😉

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