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Noindex: Bloggen ohne Google & Co.

Seit Anfang März lasse ich mein Blog nicht mehr durch Google indexieren. Und ich sage Euch auch, warum.

Keine merkwürdigen Mitleser (Foto: stokkete | Bigstock)

Keine merkwürdigen Mitleser (Foto: stokkete | Bigstock)

In den letzten Monaten habe ich immer weniger Sinn in einem persönlichen Blog gesehen. Zu sehr hat sich inzwischen auch meine persönliche Kommunikation auf Facebook und Twitter verlagert. Doch vor dem Umlegen des „Killswitches“ habe ich nochmal überlegt, was mich eigentlich stört und was ich am Bloggen mag. Die Tagebuchfunktion des Blogs wollte ich bspw. auf keinen Fall verlieren.

Eines der Dinge, die mich zunehmen gestört haben, war die Tatsache, dass ich meine Leser nicht mehr kenne. Durch die Indexierung bei Google schlugen hier immer wieder Besucher auf, die weder mich noch mein Blog kennen. Die meist kurzen Beiträge – gerade zu politischen Themen – sind aber kaum einzuordnen, wenn man sie isoliert liest. Dementsprechend dämlich waren viele Kommentare.

Seit März 2015 ohne Google

Ich habe mich Anfang März dazu entschieden, mein Blog bei Google zu deindexieren. Damit besteht die Leserschaft jetzt zu mehr als 90 Prozent aus Leuten, die mich entweder persönlich kennen oder hierher kommen, um genau dieses Blog zu lesen.

Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt. Es fühlt sicher auf jeden Fall ziemlich gut an. Und Ihr könnt Euch jetzt auch erheblich elitär fühlen!

Der Schritt zwingt mich in jedem Fall dazu, mein Blog für die Leser zu schreiben und weiterzuentwickeln. Denn Google ist nun kein Faktor mehr, den es zu berücksichtigen gilt.

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Kommentare:
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  • 🕝 mybasti

    Keine Regel ohne Ausnahme: Ich werde immer wieder gezielt einzelne Beiträge indexieren lassen, von denen ich denke, dass sie das „richtige“ Publikum anziehen, das zu Stammlesern werden kann.

  • 🕝 Olaf

    Bloggen ist aus meiner Sicht mittlerweile mega out, außer für hauptberuflich davon lebende Blogger… Das wirkt nach meiner Meinung nur noch mega unprofessionell…

    Sobald wir es schaffen, unsere Internetseite zu erneuern, fliegt unser Blog bei uns ganz aus dem Menü… Es gibt dann „corporate news“ mit 100% Themenbezug zum Business der Firma, und keine Aktienkursprognosen oder Infos zu unseren Smartphones etc. mehr.

    Es war ab 2005 eine aufregende Zeit mit leicht verdientem Geld für Business auf Kindergarten- Niveau. Da blieb genug Zeit zum rumblödeln.
    Zumindest wir (verdienen immer noch Geld) sind jetzt erwachsen geworden, und sortieren alle finanziell wenig ertragreichen Sachen aus, zu denen auch unsere Blogs zählen ;-).

  • 🕝 mybasti

    Dass Du auf Deiner Unternehmenswebsite so einen Blog hast, der Dich im besten Falle etwas „kautzig“ wirken lässt, habe ich eh noch nie verstanden.

    Das ist imho nicht plötzlich „out“, sondern war noch nie sinnvoll. Wenn man ein Blog flankierend einsetzt, sollte man damit auch eine positive Wirkung erzielen können. Etwa, in dem man passende Besucher anzieht oder ein gewünschtes Standing innerhalb der Branche erreicht.

    Mein Geschäftsmodell basiert von jeher zu 100% auf Werbefinanzierung. Da hilft mir jeder Besucher.

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