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Shitstorm: Die virtuelle Hinrichtung der Julia Schramm

Bild: Photos.com

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Was ist passiert?

Julia Schramm – 26-jährige, halbwegs attraktive Bloggerin und VorstandmitgliedIn der Piratenpartei – hat ein Buch veröffentlicht. Das allgemeine Urteil der Kritiker: belanglos, stilistisch schlicht. BILD Online breit zitiert grinsend Passagen wie „Muss ich alle Löcher zur Verfügung stellen?“ Das verkauft!

Dieses Buch wurde gestern von Unbekannten auf einen Filehoster hochgeladen. Nun kursiert ein Screenshot, der belegen soll, dass Julia Schramm die Datei entfernen lassen hat.

Schlimm?

Ja, meinen die Kritiker. Weil die Piraten angeblich für die Freigabe sämtlicher Werke sind und das Urheberrecht abschaffen wollen.

Nein, meine ich. Die Piraten sehen ein Vergütungssystem für Autoren als Voraussetzung dafür, dass man das Nutzungsbeschränkungen des Urheberrechts aufweicht.

Dümmlich ist der Shitstorm. Man nutzt die Gelegenheit, um endlich mal richtig draufzuhauen. Was man verlangt, ist nicht weniger als Märtyrertum im Dienste des Parteiprogramms.

Auszug aus dem Buch auf dem Julia Schramm Blog

2 Kommentare
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Kommentare:
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  • 🕝 Gundamn

    „Daher fordern wir, das nichtkommerzielle Kopieren, Zugänglichmachen, Speichern und Nutzen von Werken nicht nur zu legalisieren, sondern explizit zu fördern, um die allgemeine Verfügbarkeit von Information, Wissen und Kultur zu verbessern, denn dies stellt eine essentielle Grundvoraussetzung für die soziale, technische und wirtschaftliche Weiterentwicklung unserer Gesellschaft dar.“

  • 🕝 Sebastian

    Ja, und was willst Du mir damit sagen.

    Das ist mir bekannt, aber eben nur die halbe Wahrheit. Voraussetzung dafür ist ein Vergütungssystem (z.B. die Kulturflatrate). Sonst gehen die Urheber leer aus. Und das wollen auch die Piraten nicht.

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