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Film & TV

Unsere Mütter, unsere Väter (TV Dreiteiler)

Wir haben heute „Unsere Mütter, unsere Väter“ zu Ende geguckt.

Der Streifen mir gut gefallen. Vor allem Tom Schilling beeindruckt mich in Nazi-Rollen immer wieder.

Sehr positiv fand ich, dass man sowohl auf reine Schwarz-Weiß-Malerei als auch auf eine schleimige Liebesgeschichte oder ein Happy End verzichtet hat.

Es werden auch einige heiklen Themen des Krieges gezeigt:

  • Antisemitismus im polnischen Widerstand
  • Erschießungen von Zivilisten durch die Wehrmacht
  • Erschießungen von Verwundeten und Vergewaltigungen durch die Rote Armee

Für Punkt 1 folge die Schelte auf dem Fuße.

Und der TAZ war es nicht „nazi“ genug:

„Völkisches Gedankengut als Grundlage des Lebens – Unsere Väter und unsere Mütter waren eben nicht nur junge Leute, die einfach nur leben wollten, es wegen des Krieges aber nicht konnten, wie es der Film suggeriert. Es handelte sich um eine hoch ideologisierte, politisierte Generation, die den deutschen Sieg, den Sieg des nationalsozialistischen Deutschlands wollte, weil sie ihn für richtig hielt.“ (Quelle)

Sorry, aber dazu fällt mir einfach nichts mehr ein! Welches Menschenbild solchen Äußerungen zugrunde liegt, möchte ich ehrlich gesagt gar nicht wissen.

Kommentare:
  • Horst Schulte

    Den ersten Teil habe ich verpasst. An den beiden anderen Teil hat mir sehr gut gefallen, dass die Hauptpersonen des Films nicht in schwarz/weiß gezeichnet wurden. Wahrscheinlich waren es sogar die gezeigten menschlichen Schwächen, die zum Teil in ihrer ganzen Abscheulichkeit gezeigt wurden, die mich völlig in den Bann des Films gezogen haben.

    Das ist es, was Film oft nicht zeigen. Menschen, denen man es nicht zugetraut hätte, können sehr böse sein oder sich von einer ungewohnt menschlichen Seite zeigen. So sind wir. Und sicher nicht nur die Deutschen. Wenn ein Drehbuch oder der Regisseur eines Film es vermögen, diese Ambivalenz zu zeigen, ist das faszinierender als die Rolle des Bösewichts so zu besetzen, dass schon das Gesicht des Schurken, dessen Rolle erklärt.

    Vielleicht hat das dazu beigetragen, dass so viele den Film gut fanden.

    Die Kritik in der TAZ hatte ich auch gelesen, auch den Artikel von Jan Feddersen, den ich unter aller Kanone fand und den Artikel von Tobis Kaufmann im Kölner Stadt-Anzeiger.
    Ulrich Herbert (TAZ) hat im Teaser seines Artikels sogar (bewusst?) den Titel des Films verdreht. Bei ihm heißt er: „Unsere Väter, unsere Mütter).

    Feddersen war besonders bösartig. Sein Verweis auf Tarrantinos Künste, Gewaltorgien zu reproduzieren, war überflüssig und provozierend. Seine Argumente kann ich ebenso wenig nachvollziehen, wie die des Herrn Kaufmann.

    Ich finde es richtig, dass wir uns weiter mit dem konfrontieren, was im 3. Reich passiert ist und halte den Blick darauf, dass auch Deutsche Opfer dieser Zeit gewesen sind, nicht für verwerflich. Auch wenn manche das offenbar gar nicht ertragen können.

  • Sebastian

    Das ist es, was Film oft nicht zeigen. Menschen, denen man es nicht zugetraut hätte, können sehr böse sein oder sich von einer ungewohnt menschlichen Seite zeigen. So sind wir. Und sicher nicht nur die Deutschen. Wenn ein Drehbuch oder der Regisseur eines Film es vermögen, diese Ambivalenz zu zeigen, ist das faszinierender als die Rolle des Bösewichts so zu besetzen, dass schon das Gesicht des Schurken, dessen Rolle erklärt.

    Unterschreibe ich genau so! Und nur so ist diese Zeit zu erklären. Solange dämonisiert wird und es „die anderen“ waren, wurden die Ereignisse des Dritten Reichs nicht verstanden.

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