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Der BGH und die Youtube-Videos – Einbinden illegal? Die große Verwirrung!

Foto: fredy sujono | iStockphoto | Thinkstock

Foto: fredy sujono | iStockphoto | Thinkstock

Aktuell verhandelt der BGH einen Fall, in dem es um das Embedding von Youtube-Videos geht.

In der mündlichen Verhandlung deutete der Richter bereits an, dass er das Einbinden vermutlich als Urheberrechtsverletzung sieht.

Mein aktueller Kenntnisstand:

  • Firma A hat ein Video produzieren lassen
  • das wurde durch einen unbekannten Dritte auf Youtube hochgeladen
  • Person B und C haben das Video in ihre Seiten eingebunden

Dass das Einbinden eines illegal auf Youtube hochgeladenen Videos eine Rechtsverletzung ist, sollte nicht verwundern.

Manche Medien – wie die SZ und auch eine große Presseagentur – konstruieren daraus aber gleich eine generelle Rechtswidrigkeit des Embeddings. Wohl auch, weil man wohl von einer anderen Sachlage ausgeht:

Im BGH-Fall hatte ein Produzent von Wasserfiltersystemen einen Zwei-Minuten-Film zum Problem der Wasserverschmutzung bei Youtube eingestellt. Eine konkurrierende Firma fand Gefallen an dem Film und machte ihn der eigenen potenziellen Kundschaft auf einem Frame der eigenen Website zugänglich. (Süddeutsche)

Bisher ist es mir nicht gelungen, herauszufinden, welche Fallschilderung richtig ist. Anfragen dazu laufen. Ich halte aber die Variante der Computerwoche für wahrscheinlicher:

Die Klägerin, die Wasserfiltersysteme herstellt und vertreibt, ließ laut BGH-Terminhinweis zu Werbezwecken einen etwa zwei Minuten langen Film mit dem Titel „Die Realität“ herstellen, der sich mit der Wasserverschmutzung befasst. Sie ist Inhaberin der ausschließlichen Nutzungsrechte an diesem Film. Der Film war – nach dem Vorbringen der Klägerin ohne ihre Zustimmung – bei YouTube abrufbar (und ist es immer noch, Anm. d. Red.). (Computerwoche)

Update

Weil das gerade auch diskutiert wird – einen generellen „Freibrief“ zum Embedding wird es natürlich nicht geben.

Das wäre auch zu lustig. Youtube-Account anlegen, uploaden, einbinden. Und am Ende ist Niemand schuld. Youtube redet sich mit „User generated Content“ raus. Der Uploader ist nicht auffindbar. (Internetcafe) Und der Einbinder zuckt mit den Schultern.

Wenn man bspw. einen ZDF Bericht einbindet, der von Irgo123 oder DeutscheDokus192 hochgeladen wurde, ist man imho auch selbst dafür haftbar.

Dass man nicht jeden Kack ohne Prüfung einbindet, ist für mich eine Selbstverständlichkeit.

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