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Gerechtigkeit: Wir brauchen ein degressives Steuersystem

Steuersystem
Wenn ich mit den Menschen in meinem Freundeskreis spreche – und das sind nicht die „bösen“ Superreichen – höre ich immer wieder das Gleiche: Eigentlich lohnt es sich gar nicht, mehr zu verdienen. Die Mehreinnahmen verschwinden fast vollständig in den Kassen des Staates, wo sie entweder großzügig an Faulpelze verteilt oder aber gleich vollends verschwendet werden.

Warum also mehr arbeiten?

Genau das ist es, woran unsere Wirtschaft meiner Meinung nach krankt. Die mangelnden Anreize für Leistungsträger führen zu mangelnder Leistungsbereitschaft und damit in vielen Bereichen zu „Dienst nach Vorschrift“.

Hartz IV Staat statt Leistungsgesellschaft

In einer der letzten Wirtschaftswochen hat Chefredakteur Roland Tichy eine schöne Kolumne dazu geschrieben. Der aktuelle Aufschwung kommt – dank Steuererhöhungsprogramm der Bundesregierung – in der Mittelschicht einfach nicht mehr an. Statt sich aber darum zu kümmern, wird über die Erhöhung der Renten und der Hartz IV Bezüge diskutiert.

Wie würde ich es machen?

  • Keine Leistung ohne Arbeit: Hartz IV gibt es nur bei Übernahme caritativer Aufgaben, die nicht von der Wirtschaft abgedeckt werden. „Ausruhen auf Kosten Anderer“ darf sich nicht lohnen!
  • Switch des Rentensystems vom Solidaritätsprinzip zur kapitalgedeckten Altersvorsorge. Finanzierung der „Übergangsalten“ aus Steuergeldern.
  • Einführung eines degressiven Steuersystems. Mit steigendem Einkommen fällt der Steuersatz. (Freibetrag 10.000 Euro, Eingangssteuersatz 40%, auf 20% sinkend bei 100.000 Euro p.a.)

Ich halte ein degressives Steuersystem für gerecht. Es werden die gefördert, die das Leistungspotential der Gesellschaft stellen. Es ist einfach nicht einzusehen, warum die Menschen, die sich aufopfern und ihre ganze Energie in ihre Arbeit stecken, am wenigsten davon haben sollen.

Ein degressives Steuersystem würde für enorme Mehrleistung sorgen

Unser Staat bietet Leistungen, die finanziert werden müssen. Es macht aber keinen Sinn, den effektiven Stundenlohn der engagiertesten Menschen auf Tellerwäscher-Niveau einzudampfen. Ich glaube, viele Politiker wären überrascht, wie sehr die Wirtschaft Gas geben würde, wenn sich Leistung für jeden Einzelnen wieder lohnt.

Nicht finanzierbar?

Andere Länder haben 15% Flattax eingeführt und konnten damit ihre Steuereinnahmen steigern! Wir sorgen mit unserer Steuerpolitik dafür, dass immer weniger Menschen überhaupt Steuern zahlen (müssen).

9 Kommentare
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Kommentare:
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Zu diesem Beitrag gibt es schon 9 Kommentare. Diskutiere mit!
  • 🕝 Jens

    Das sind sehr gute Ansätze Sebastian denen ich mich komplett anschließen würde. Habe erst letzte Woche EK für 2007 und Vorauszahlung 2008 gezahlt und mich doch sehr gewundert wieviel das war ;-). *schluck*
    Es ist sehr schade das die Leute die eben nicht nur 8 Stunden am Tag arbeiten bzw. die Leistung bringen die auch finanziell honoriert werden, eben damit bestraft werden.

    HartzIV ist sicher eine sehr soziale und wichtige Sache – aber nicht so wie es jetzt ist. Im jetzigen Fall ist es nicht sozial sondern man fördert die Faulheit, Trägheit und Unbeholfenheit vieler und bewegt kaum einen Menschen dazu sich überhaupt irgendwo zu bewerben. Die Menschen haben sich teilweise mit HartzIV arangiert und kommen mit dem Geld aus. Für 200 Euro mehr als HartzIV wird keiner mehr arbeiten ausser die Leute die noch das gewisse Etwas im Kopf und im Herzen haben.

    Ich für meinen Teil würde jeden HartzIV ler unter 40 Jahren einen gemeinnützigen Job geben. In jeder Stadt oder jeder Gemeinde gibt es IMMER was zu tun. Nicht nur das „Verdienen“ von HartzIV würde damit gefördert sondern auch das „Arbeit suchen die einem liegt“ und vor allem ganz wichtig: Die Leute bleiben im Takt. Müssen früh aufstehen, pünktlich und nüchtern sein. Diese 3 Punkte können viele schon gar nicht mehr. Einmal in diesem Rhytmus ist es ganz schwer da raus zu kommen.

    Aber…..werden wir es ändern? Ich denke Nein.

  • 🕝 Sebastian

    Das wir uns bei diesem Thema einig werden, hätte ich nicht gedacht.

    Wenn man solche Vorschläge macht, wird einem oft vorgeworfen, unsozial zu sein. Dabei ist es imho gerade unsozial, wenn man Nichtstun auf Kosten der Arbeitenden fördert.

  • 🕝 Tkni

    Im Großen und Ganzen sehe ich das sehr ähnlich, aber:

    >>warum die Menschen, die sich aufopfern und ihre ganze Energie in ihre Arbeit stecken, am wenigsten davon haben sollen.<<
    Es gibt auch Menschen, die echt aufopfernd und wirklich hart arbeiten und doch nur 1300 Netto haben! Warum sollen die prozentual mehr Steuern bezahlen als jemand, der das Glück hatte einer besser bezahlten Arbeit nachgehen zu können!
    Auch schlecht bezahlt Jobs müssen gemacht werden …
    Aber eine wirklich gerechte Lösung fällt mir auch nicht ein!
    😉

  • 🕝 Sebastian

    @tjark

    Das tut er ja nicht! Dank 10.000 Euro Freibetrag, zahlt der 1300 Euro Mann, nur auf die (1300 = 15600 p.a.) 5600 „überschüssigen“ Euro Steuern. Ergo deutlich weniger (auch prozentual!) als die Schwergewichte.

  • 🕝 einGast

    Flattax ist in punkto Gerechtigkeit die Beste Methode um die Ausgaben der Gesellschaft zu finanzieren.

    Wi sollen aber nicht vergessen, dass mehr als die Hälfte der Menschen hier in Deutschland vom Steuerteil anderer Menschen leben. Dazu gehören nicht nur Hartz4-Empfänger oder Empfänger anderer Transverleistungen, sondern auch Lehrer, Beamte und sonstige Staatsangestelte. Den Steueranteil zu minimieren wird schwer sein, da die Mehrheit mehr davon hat, wenn er hoch ist.

  • 🕝 Jan

    Es ist ein interessanter Ansatz. Für Ehen wäre es dann interessant das Einkommen auf einen zu übertragen, während der andere umsonst arbeitet. 2, die jeweils 50.000 Euro verdienen würden z.B. 30% auf 40.000 = 24.000 Euro steuern zahlen. Ein Männekin, der allein 100.000 verdient, würde bei einem Steuersatz von 20% 18.000 Euro zahlen und somit 6.000 Euro weniger zahlen, als die Gütertrennung. Auch irgendwo net gerecht, weil die Leute das Einkommen auf einen konzentrieren würden um Steuern zu sparen.

  • 🕝 Sebastian

    Seit wann kann man Einkommen übertragen? Das geht jetzt nicht und würde dann auch nicht gehen.

    Außerdem ist man bei „normalen“ Einkommen immer besser bedient, wenn man den Freibetrag ausschöpft, weil dadurch der Eingangssteuersatz ja stark gedämpft wird.

  • 🕝 Guido Starke

    @Sebastian

    Ich stimme deinen Ansätzen vollkommen zu. Leider ist es bei solchen Diskussionen doch immer wieder das Gleiche. Es wird so nicht kommen. Egal welche Partei an der Macht ist und das die FDP eines Tages die absolute haben wird, scheint doch sehr unwahrscheinlich. Das was Professor Kirchhof vorhatte, war genau das richtige für Deutschland. Drei vereinfachte Steuersätze und alle Subventionen weg. Schade das es nicht geklappt hat.

    Gruß Guido

  • 🕝 Sebastian

    Mhhh… wenn man schon ein „festes“ System macht, dann sind drei Steuersätze imho zwei zuviel 😉

    Die Stufen verhindern doch Mehrleistung an den Stufengrenzen. Das Kirchhoff-System war gegen die Komplexität gerichtet, hätte die Deutschen aber auch nicht wieder auf „Leistungskurs“ gebracht.

    Wenn wir wieder an die Weltspitze wollen, müssen wir Engagement belohnen und Rumsitzen bestrafen.

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