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Heldenverehrung – 7-facher Toursieger Lance Armstrong

Lance Armstrong

Lance Armstrong (Foto: s_bukley | Bigstock)

Seit heute ist es offiziell. Der internationale Radsportverband UCI hat – in all seiner Weisheit – dem 7-fachen Toursieger Lance Armstrong alle Siege „aberkannt“.

Die Hetzjagd der letzten Jahren findet damit ihr vorläufiges Ende. Das Traurige an der Geschichte: Genau die Menschen, die so energisch gegen Doping im Radsport vorgehen, fördern es bis heute. Es ist doch schlichtweg eine Illusion, dass man eine „Tour de France“ auf „natürlichem Wege“ gewinnen kann. Teams, die das in den vergangenen Jahren probiert haben, fahren hinterher.

Nach und nach alle Toursieger zu Betrügern zu erklären, ist keine Lösung, sondern eine Bankrotterklärung.

Für mich ist und bleibt Lance 7-facher Toursieger.

Und nicht nur das! Ich bewundere Lance Armstrong für so viel mehr als seine sportlichen Erfolge. Sie sind nur Ausdruck einer Persönlichkeit, der kein Kampf zu schwer und kein Ziel zu hoch ist. Jedem ambitionslosen Sesselfurzer, der sich jetzt freut und jedem erzählen muss, dass „er es schon immer gewusst hat“, sei die Genugtuung gegönnt.

Hodenkrebs

Lance Armstrong ist 1996 an Hodenkrebs erkrankt. Seine Ärzte räumten ihm – aufgrund der Metastasen – eine nur geringe Überlebenschance ein. Die hat er genutzt und gewann in Folge sieben mal die „Tour de France“. Er hat sich dem Kampf gegen Krebs verschrieben und unterstützt ihn sowohl im persönlichen Umfeld als auch mit einer eigenen Stiftung.

Ich frage mich aber immer noch, wer denn nun eigentlich betrogen wurde?

Gute und lesenswerte Zusammenfassung zum Thema „Tour de France und Doping“ bei der Wikipedia

Kommentare:
  • Torsten

    Ich bin ja wirklich selten mit Dir einer Meinung).
    Aber der Beitrag bringt es voll auf den Punkt.
    Ich war zwar nie ein Armstrong-Fan und hätte das ein oder andere Mal einem seiner Gegner den Sieg gegönnt – aber Armstrong war (Doping hin oder her, da hatte er den anderen Podiums-Anwärtern keinen Vorteil durch, da die es genauso gemacht haben) schlicht der stärkste Fahrer seiner Generation.

    Man sollte auch mal in anderen Sportarten schauen, in denen es keine Doping-Tests gibt … oder zumindest keine unangekündigten Trainingskontrollen, wie sie im Radsport massiv üblich sind.
    Oder wie in anderen Sportarten über Doping hinweggesehen wird:
    – Beispiel Clenbuterol: Contador wird gesperrt und die Aufregung über den verseuchten Radsport ist groß.
    Beim Gold-Cup in den USA werden 4 mexikanische Fußballer positiv auf Clenbuterol getestet. Keine Sperre … zwei davon wechseln wenige Wochen danach zum VfB Stuttgart in das „Anti-Doping“-Land Deutschland, wo pausenlos über den Radsport hergezogen wird.
    Oder im Tischtennis: Otcharov wird bei einem Turnier in Peking positiv auf Clenbuterol getestet – in deutlich höherer Dosierung, als Contador. Keine Sperre, keine wirkliche Aufregung und ganz Deutschland bejubelt seine Medaille in London.

    – Beispiel EPO:
    In der, den deutschen so heiligen Sportart Biathlon und auch im Langlauf werden bei erhöhtem Hämatokrit-Wert sog. „Schutzsperren“ (aka „Schutz vor positivem Test“) ausgesprochen. Gerade bei deutschen Sportlern schwadronieren die Medien dann von „Das Mädel kann ja nichts dafür, das ist natürlich bedingt“ Im Radsport führt ein solcher Wert direkt zu einer 2jährigen Sperre und die deutschen Medien schreien Zeter und Mordio.

    – Beispiel Spanien
    Die Fuentes-Affäre zerlegt große Teile des Radsports. Die anfangs durch ausländische Medien teilweise veröffentlichten Unterlagen, die Verbindungen zu den spanischen Top-Fußball-Vereinen andeuten, verschwinden plötzlich spurlos aus den Akten von Polizei und Staatsanwaltschaft … ein Schelm, der Böses dabei denkt.

    – Beispiel Leichtathletik
    Wie wird ein Bolt hochgejubelt, der aus einem Land kommt, indem er nie einer Trainingskontrolle unterworfen wurde? Oder Powell? Bereits wg. Doping gesperrt gewesen. Bei Olympia heißt es vom deutschen Kommentator, er habe großen Respekt davor, dass der Mann, es nach einer Sperre noch mal wissen wolle und es noch mal auf ein solches Leistungsniveau schaffe.
    Und umgekehrt beim Radsport, also Vino Gold holt: „Ein Sieg mit Geschmäckle, der unter Vorbehalt zu sehen ist.“

    Und das sind nur ein paar Beispiele unter Dutzenden.

    Der Radsport ist halt ein Opfer, auf den einzuschlagen den Medien so richtig leicht fällt, weil er eh verrufen ist.
    Das sollten die deutschen Medien mal mit Biathlon oder Fußball machen – ich wäre gespannt darauf, wie lange es dauern würde, bis der entsprechende Reporter massiv Druck bekommt – vor allem bei den Öffentlich-Rechtlichen.

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