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Japan schafft den Atomausstieg zum Mai 2012

Im Mai geht der letzte der 54 japanischen Atomreaktoren vom Netz. 53 sind bereits abgeschaltet.

Ich finde es echt krass, was geht, wenn man muss. Irgendwie ist Müssen doch stärker als Wollen 😉

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Kommentare:
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Zu diesem Beitrag gibt es schon 5 Kommentare. Diskutiere mit!
  • 🕝 JuleKA

    Tja, da stellt sich nur die Frage, warum man die nicht so lange am Netz lässt, bis die Brennelemente in der relativ gut geschützten Umgebung des Reaktorkerns ausgebrannt sind.
    Denn mit einer Abschaltung, wenn die Brennelemente noch nicht „aufgebraucht“ sind, muss man die dann für einen deutlich längeren Zeitraum ins Abklingbecken stellen, als nach dem Regelbetrieb.
    Und die Abklingbecken sind meist in deutlich weniger geschützt, als es der Reaktorkern ist – zwar wird eine Kernschmelze im Abklingbecken deutlich unwahrscheinlicher, aber dafür das Risiko eines „normalen“ Austritts von Radioaktivität deutlich höher.

    Nüchternes Nachdenken wäre da wohl sinnvoller, als dieser pure Aktionismus, der am Ende die Gefahren erhöht.
    Aber das lässt sich politisch meist nicht so gut verkaufen.

    Ist in Deutschland aber das gleiche Problem. In einigen der im vergangenen Jahr hektisch abgeschalteten Reaktoren, waren gerade kurz davor komplett neue Brennelemente eingebracht worden, die statt jetzt gesichert abzubrennen, in den schwach geschützten Abklingbecken hängen.

    Auch wenn man gegen Atomenergie ist, wie ich auch übrigens, wäre ein rationales Vorgehen doch der bessere (und vor allem sichere Weg) als so was.
    Neue Elemente sollte man dann nicht mehr einbringen – und in spätestens 3-5 Jahren wäre man bei minimiertem Risiko aus aus der Kernenergie raus.

  • 🕝 Sebastian (Redaktion)

    Die Reaktoren in Japan bleiben ja nicht aus. Sie sind zu Sicherheitschecks und Wartungsarbeiten heruntergefahren. Damit kann man kaum warten, bis die Brennelemente „verbraucht“ sind.

    Dein Argument sticht imho eh nicht. Denn auch „verbrauchte“ Brennelemente müssen abklingen. Klar, ist auch das Abklingen, die End-und Zwischenlagerung ein Risiko. Aber das hat man sowieso. Der Betrieb ist ein zusätzliches Risiko.

  • 🕝 JuleKA

    Das ganze war auf die Situation in D. bezogen, wo ein schneller, gar sofortiger Ausstieg ja immer wieder gefordert wird.

    Und selbstverständlich sticht das Argument, denn das Abklingen nicht abgebrannter Elemente ist etwas ganz anderes, als das abgebrannter.
    Vor allem ist die Dauer viel länger (oftmals länger, als die restliche Betriebszeit gewesen wäre, die in besser gesicherten Räumlichkeiten stattgefunden hätte), die Reststrahlung viel höher etc.

    Ich arbeite als Ingenieurin bei einem Unternehmen, dass sich vornehmlich mit der Entsorgung radioaktiver Abfälle bzw. verstrahlter Teile aus abgeschalteten Reaktoren (bzw. bei Revisionen ausgetauschter Teile) sowie dem Rückbau befasst.
    Glaub mir, das, was der Öffentlichkeit immer wieder erklärt wird, warum man einfach so alles abschalten könne, gehört zum gröbsten Unfug, den es in den Medien so gibt.
    Es wird zwar auf der Risiko hingewiesen, dass der Betrieb von Reaktoren mit sich bringt, aber nicht, das Risiko, dass von nicht ausreichend abgebrannten Elementen ausgeht, die über Jahre in Abklingbecken lagern müssen.

    Nein, ich habe keine Angst um einen Job, durch den Atomausstieg, weil ich in der Entsorgung arbeite. Da ist mein Job bis zu meiner Rente in ca. 20 Jahren gesichert (und wäre es weit darüber hinaus).
    Und ich bin auch für einen Ausstieg, aber eben mit Augenmaß und nicht mit politisch und ideologisch motivierten Hauruck-Aktionen.

  • 🕝 Sebastian (Redaktion)

    Wie gesagt, mir sind die Risiken des Abklingens durchaus bewusst. Trotzdem ist mir ein Abklingen lieber als ein Reaktor im vollen Betrieb.

    Was spricht eigentlich dagegen, die Brennstäbe im Reaktorbecken abklingen zu lassen?

  • 🕝 JuleKA

    so einfach ist es aber nicht.
    Die Risiken beim Abklingen über Jahre hinweg sind nicht viel kleiner, als beim vollen Betrieb.
    Von einer kompletten Kernschmelze mal abgesehen.
    Dafür dauert das Abklingen neuer oder fast neuer Brennstäbe aber deutlich länger – teilweise über die als sicher geltende Länge hinaus.

    Gegen das Abklingen im Reaktorbecken sprechen div. technische Unterschiede, die zu erklären mir hier jetzt ehrlich gesagt zu weit ginge. Dann wäre das kein Blog-Kommentar sondern eine 100seitige Diplomarbeit, die ich hier einstellen müsste.
    Aber natürlich auch wirtschaftliche Gründe, eben weil die Sicherheitsmaßnahmen im Kern deutlich höher sind und dann aufrecht erhalten werden müssten, auch wenn der Reaktor keinen Gewinn mehr einspielt.
    Das ginge über die Rückstellungen, die die Betreiber ohnehin vorhalten müssen etc. hinaus.

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