• Home
  • Magazin
  • Men
  • Blog
  • Style
  • Finanzen
  • Gesundheit
  • Reise
  • Stars
  • Lifestyle
  • Sport
  • Tech
  • Wissen
  • Fragen
Mix

Wannsee-Reaktor ist (noch) AUS und (doch nicht) SICHER?

Foto: Giordano Aita | Photos.com

Foto: Giordano Aita | Photos.com

Es gibt Neues bei meinem Lieblingsthema. Teile der Politik besinnen sich offenbar doch ihrer Verantwortung und beschäftigen sich erneut mit dem Wannsee-Reaktor.

Aus der Berliner Zeitung:

Wolfgang Liebert, Physiker an der TU Darmstadt, stellte fest: „Dieser Reaktor wäre heute nicht mehr genehmigungsfähig.“

Es handele sich um eine Sicherheitsüberprüfung „nach Aktenlage“, sagte Daniel Buchholz, umweltpolitischer Sprecher der SPD. „Das reicht nicht aus.“

Ist es verantwortbar, den Forschungsreaktor BER II des Helmholtz-Zentrums in Wannsee wieder in Betrieb zu nehmen? Die Grünen sagen: derzeit nein.

Aus der Berliner Morgenpost

Aus Sicht des Bündnisses handelt es sich um die „störanfälligste Atomanlage in Deutschland“. Es gebe einen Riss im Kühlsystem, am heißen Reaktorkern seien ungeeignete Materialien verbaut, es fehle eine Schutzhülle und es bestehe das Risiko eines Flugzeugabsturzes. „Keine andere deutsche Großstadt duldet so etwas auf ihrem Stadtgebiet!“

Aus der Presseerklärung des Anti-Atom-Bündnis Berlin-Potsdam

1) Der uralte Reaktor hat keine Schutzhülle
2) Es besteht die Gefahr eines Flugzeugabsturzes (siehe die neuen Flugrouten!)
3) Direkt am heißen Reaktorkern sind ungeeignete Materialien verbaut
4) Es gibt einen Riss im Kühlsystem
5) In einer einfachen Halle mit Blechdach lagern 800 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktiver Atommüll
6) Der Atomreaktor gibt jährlich ein Vielfaches der Menge eines wesentlich größeren Atomkraftwerkes an hochradioaktivem Tritium an die Luft ab
7) Gefahren durch den Transport radioaktiver Materialien auf öffentlichen Straßen

Wir nähern uns insgesamt langsam der Wahrheit:

  • versprochen war ein Test, der den Worst-Case berücksichtigt
  • der Reaktor ist nicht gegen Flugzeugabstürze gerüstet
  • wird aber überflogen
  • der Reaktor ist nicht gegen Terroranschläge der einfachsten Art gerüstet
  • das Ding steht mitten in einem Ballungsraum und ist entbehrlich

Der Senat gibt sich ängstlich und sieht keine Grundlage, den Betrieb zu untersagen.

Die aktuelle Informationslage – gerade auch in Hinblick auf den vorhandenen Defekt an den Sicherheitseinrichtungen des Reaktor – sollte zu ein wenig mehr Mut motivieren.

Untersagt man den Betrieb, würde im Klageverfahren die Sicherheit zumindest einer gerichtlichen Prüfung unterzogen werden.

Links

Weitere Artikel zum Thema:
Kommentare:
Diskutieren, Fragen & Erfahrungsaustausch:
Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare. Schreib einen!
Dein Kommentar:
« Versicherungsvertreter – Mehmet E. Göker und die MEG-Story
» Japan kann nicht ohne Atomkraft?!