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Zeit, die Sache mit der Nassrasur …

Rasierpinsel und Rasieseife (? Click ins Bild fĂŒr grĂ¶ĂŸere Version)

Rasierpinsel und Rasierseife (? Click ins Bild fĂŒr grĂ¶ĂŸere Version)

… mal etwas ernsthafter anzugehen 😉

Wenn ich mir schon keine chique Retrokamera leisten kann, will ich mich wenigstens rasieren wie unsere GroßvĂ€ter. Und wenn ich Zeit habe, blogge ich auch bestimmt mal drĂŒber. Bestimmt! Ganz bestimmt!

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Kommentare:
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Zu diesem Beitrag gibt es schon 27 Kommentare. Diskutiere mit!
  • 🕝 Torsten

    Wie rasierst Du Dich denn sonst?
    Etwa elektrisch? Das ist inzwischen ja eher Opa-Like.
    Der moderne Mann von heute macht Nassrasur!
    Oder nimmst Du etwas SprĂŒhschaum aus der Dose? Dann kannst Du Deinen Kuchen ja auch gleich mit SprĂŒhsahne aus der Dose essen. BÀÀhh.

    Die Nassrasur mit Pinsel und Seife ist das einzig Wahre!
    Der Pinsel auf dem Photo ist schonmal ok.
    Meiner Meinung nach (und das findet sich auch in vielen Foren zum Thema immer wieder) gehören zu den Seifen mit dem besten Preis/LeistungsverhÀltnis die von Haslinger, hier:
    http://www.georgs-barbershop.de/genealogieshop-s2h1-Haslinger.html
    und was dann noch fehlt ist imho Proraso zum Eincremen des Bart-Bereichs vor der Rasur:
    http://www.georgs-barbershop.de/genealogieshop-p812h24s25-Proraso-Pre-After-Sh.html
    lĂ€sst die Barthaare wirklich gut weich werden und quellen und kĂŒhlt direkt sehr angenehm und die Haut fĂŒhlt sich schon bei der Rasur weniger gereizt an.
    Ach so, und wenn es dochmal einen Schnitt geben sollte, dann sollte, ganz klassisch, auch der Alaunstift nicht fehlen:
    http://www.georgs-barbershop.de/genealogieshop-p48h21s32-Alaunstift-von-Taylo.html
    Brennt zwar wie Feuer, aber hilft perfekt 😉

    Und nach der Rasur am besten ein kleines Gesichtstuch, leicht feucht, und eiskalt.

    Dann ist jede Rasur eine Art kleiner Wellness-Auszeit 😉

    Viel Spaß!

  • 🕝 Sebastian (Redaktion)

    > Wie rasierst Du Dich denn sonst?

    Mit dem Feuerzeug 😉

    > Deinen Kuchen ja auch gleich mit SprĂŒhsahne

    Kuchen? Ich dachte, wir reden von MĂ€nnern?!

    Vorcremchen und NachtĂŒchlein … das ist mir alles zu Gay! Ich sagte wie Opa! Nicht wie Mister Metrosex.

  • 🕝 Icke

    😀 Herrlisch! Besser kann man es nicht ausdrĂŒcken…

  • 🕝 Torsten

    Das hat mit „gay“ oder „Mister Metrosex“ recht wenig zu tun, sondern entspricht wirklich der klassischen westlichen Rasur-Tradition (im arabischen Raum ists wieder ganz anders).
    Geh mal in einen echten Barber-Shop, der noch traditionell arbeitet.

    Ich habe mich ab und an mal in einem rasieren lassen, der sich genau an die AblĂ€ufe hĂ€lt, die 1900 in so einem Shop ĂŒblich waren.
    NatĂŒrlich wurde da auch vorgecremt und danach gabs eine Tuch aus einer wirklich alten PorzellanschĂŒssel, in der das in Eiswasser eingelegt war (oder wahlweise eines von einem Verdampfer, dann halt ein heißes Tuch). ProRaso z.B. gibts ja auch schon seit 1940, entsprechende Produkte von anderen Herstellern, zum Beispiel von Taylor of Bond Street, aber auch schon seit ca. 1850.

    Ok, das mag dann nicht sein „wie Opa“, sondern eher „wie Uropa“, aber das macht es ja eher noch traditionieller.

    Wobei, bei meinem Opa lag im Bad noch ein echtes Rasiermesser (das traue ich mich ehrlich gesagt nicht, bin da etwas ungeschickt) und eben auch Proraso – von ihm habe ich die Nutzung des Produktes sogar ĂŒbernommen. Ein kaltes TĂŒchlein hat er nicht genommen, sondern ein heißes, aber ich finde kalt deutlich angenehmer und sinnvoller, weils eher eventuellen Reizungen vorbeugt, aber das ist vielleicht Geschmackssache.

    Den Begriff „Metrosexuell“ kannte zu Zeiten unserer Opas oder Uropas eher noch keiner…

  • 🕝 Torsten

    @Icke
    vielleicht sollte man sich vor so Nonsense-Kommentaren mal informieren…

  • 🕝 Sebastian (Redaktion)

    Icke wurde in seiner Jugend – genau wie ich – mit dem Spaten geweckt. Da darf man keine Manieren erwarten 😉

  • 🕝 Torsten

    Mag schon sein.
    Trotzdem sollte man sich ĂŒber manche Dinge erst Mal wirklich informieren, bevor man was verzapft… was jetzt ehrlich gesagt auch Deinen Beitrag von vorhin betrifft 😉

  • 🕝 Sebastian (Redaktion)

    Ich bin informiert. Und finde es trotzdem gay. Und nun?

  • 🕝 Torsten

    Und nun? … wird deutlich, dass Du (zutreffendes angekreuzt):

    [ ] Dich GUT informiert hast
    [ x ] eine falsche Vorstellung von „Gay“ hast
    [ x ] nicht wirklich eine traditionelle Rasur suchst, sondern lieber was Pseudo-Retro-mĂ€ĂŸiges (wie auch die Kamera aus dem letzten Post)
    [ x ] Du, mal wieder, nicht so wirklich fundiert Ahnung von dem hast, ĂŒber das, ĂŒber das Du in Deinem Blog schreibst

    Schreib‘ halt nicht so was, wie „will ich mich wenigstens rasieren wie unsere GroßvĂ€ter“, wenn Du das gar nicht „echt“ sondern nur irgendwie so am Rande willst.
    Sondern eher was wie „will ich mich wenigstens so rasieren, wie ich denke, dass es irgendwer mal vor 60 Jahren gemacht haben könnte“.

  • 🕝 Sebastian (Redaktion)

    Ach je. Wenn jemand anderer Meinung ist, unterstellst Du ihm Inkompetenz?

    Ich könnte Dir jetzt ein langes Referat ĂŒber das Leben unserer GroßvĂ€ter halten. Da kĂ€men dann Elektrorasierer und TĂŒchlein im Winter von Stalingrad vor.

    > Du, mal wieder, nicht so wirklich fundiert Ahnung von dem hast

    Wenn sich das so hÀuft. Warum liest Du es dann?

  • 🕝 Icke

    Ist ja richtig. Du hast Dir die MĂŒhe gemacht, ĂŒber etwas zu schreiben, fĂŒr das Du eine gewisse Leidenschaft zu haben scheinst. Allerdings war Sebastians Reaktion so wunderbar trocken und gerade heraus, dass ich lauthals auf mein Display prusten musste…
    Wenn ich das Thema „Rasieren wie zu Opas Zeiten“ höre, dann stelle ich mir einen Mann im Feinrippunterhemd vor, wie er in einem kleinen, kalten, mit 60 Watt GlĂŒhbirne nicht gerade ĂŒppig ausgeleuchteten Bad vor nem alten Spiegel steht und sich die Haare mit einem metallenen Rasierhobel aus dem Gesicht kratzt. Deine blumig beschriebene Wellness-Auszeit ist da mehr schon so das Kaliber Jogi Löw, der einem erzĂ€hlen will, dass sich „echte“ MĂ€nner neuerdings auch mit ner Lotion gegen Falten und AugenrĂ€nder richtig mĂ€nnlich fĂŒhlen dĂŒrfen. (Es bleibt aber dennoch reichlich metro 😉 )

  • 🕝 Torsten

    >Ach je. Wenn jemand anderer Meinung ist, unterstellst Du ihm
    > Inkompetenz?
    nö, nicht wegen der anderen Meinung, die kann man natĂŒrlich haben – allerdings gibt es einen Unterschied zwischen Meinung und Nennung von schlicht falschen Infos. Und z.B. zu behaupten, sowas wie Preshave-Cremes, TĂŒcher etc. seine nicht traditionelles, sondern was modernes, metrosexuelles etc. ist schlicht keine Meinung sondern ein falsch dargestellte Tatsache.
    Ich unterstelle Dir auch keine generelle Inkompetenz.
    Sondern nur, dass Du behauptest, informiert zu sein, dann aber einen Kommentar, der sinnvolle Tipps gibt, wie es wirklich traditionell ist, vollkommen unqualifiziert, abkanzelst.

    > Ich könnte Dir jetzt ein langes Referat ĂŒber das Leben unserer >GroßvĂ€ter halten. Da kĂ€men dann Elektrorasierer und TĂŒchlein im
    > Winter von Stalingrad vor.
    Na dann mach doch mal.
    Als (vom Studium her) Historiker bin ich an neuen Erkenntnissen ĂŒber die Rasur-Situation in Stalingrad natĂŒrlich hochgradig interessiert.

    >Wenn sich das so hÀuft. Warum liest Du es dann?

    Ist ja bei weitem nicht alles schlecht, was Du schreibst.
    Aber auch wenn alles gut wĂ€re, wĂ€re es nicht der Grund, Dein Blog zu lesen, sondern es ist ein Sammelsurium von GrĂŒnden bei mir:
    1. weil manches wirklich gut ist (sehr hÀufig die Fotos, Viele Deiner Sachen zum Thema Finanzen, Euro und Co. machen schon Sinn, wenn auch nicht alles)
    2. weil es manchmal herrlich trivial und entspannend ist (Filmkritiken ĂŒber belanglose Filmchen, Musik etc.)
    3. und manchmal ist es auch wirklich amĂŒsant, weil unfreiwillig komisch und so schön unbedarft (der ganze Themenkomplex Atomenergie)

    Halt ein bunter Themenmix.
    Alles in allem ist Dein Blog, ernsthaft & ehrlich, einer meiner liebsten Unterhaltungs-Blogs und ich freue mich jedes Mal, wenn mein RSS-Reader mir zeigt, dass es da was neues gibt.
    Ist eben wie mit Forrest Gump und der Pralinenschachtel – bevor man es aufmacht, weiß man nie was drin ist – von interessanten Artikeln bis hin zu vollkommenem Murks (der aber gerade deshalb amĂŒsant ist).
    Und das machts spannend, im Gegensatz zu vielen themengebundenen Blogs, die jeden Tag das selbe Thema 37x durchkauen, nur um möglichst viele BeitrÀge zu veröffentlichen.

  • 🕝 Torsten

    @Icke
    nein, gerade das nicht.
    Eine Falten-Lotion als Bundes-Jogi und Co. haben sicher nichts mit Traditionen zu tun.
    Das ist halt ein gewaltiger Unterschied.

    z.B. der „metallene Hobel“ dĂŒrfte ein Klischee sein.
    Klar gabs sowas auch.
    Aber viele der alten Rasierer und Klingen waren wirklich höllisch scharf, ohne, dass man da 5 Klingen in einem Systemrasierer brauchte (was ich heute ehrlich gesagt auch nutze, weil ich mich an die klassischen Klingen nicht rantraue).
    Aber ich habe mal in einer Ausstellung echte Barber-Shop Klingen von 1910 in der Hand gehabt. Meine Fresse, vor dem Umgang damit habe ich wirklich Respekt. So scharf, wie die heute, 100+ Jahre spÀter, immer noch sind.
    Da passen die Bilder aus schlechten amerikanischen Mafia-Filmen wirklich… so ein Ding an Hals angesetzt – da wĂŒrde ich auch alles ausplaudern 😉

    Von mir aus kann sich jeder rasieren, wie er will, aber dann soll man auch nix quaken vonwegen, man wolle das jetzt wirklich traditionell machen, wenn man gar nicht weiß, was dahintersteckt.

    Und wenn Basti in Zukunft seine Flex dafĂŒr nehmen will, soll er es tun. Aber dann bitte nicht behaupten, seine Art hĂ€tte irgendwas mit Tradition zu tun.

  • 🕝 Sebastian (Redaktion)

    > seine nicht traditionelles, sondern was modernes

    Das habe ich nicht gesagt / geschrieben. Gay ist es. Punkt. Goldene Taschenuhren, Fliegen und EinstecktĂŒcher haben auch eine Tradition. Sind aber trotzdem gay! Das ist kein Widerspruch.

    > vollkommen unqualifiziert, abkanzelst

    Habe ich gar nicht getan. Ich habe nur geschrieben, dass es MIR zu gay ist. Du kannst Dir gerne auch das Popöchen pudern, wenn Du ein Ei gelegt hast. Ich bin da tolerant.

  • 🕝 Sebastian (Redaktion)

    > Aber dann bitte nicht behaupten, seine Art hÀtte irgendwas mit Tradition

    Hat er nicht!

  • 🕝 Torsten

    >> seine nicht traditionelles, sondern was modernes

    > Das habe ich nicht gesagt / geschrieben. Gay ist es. Punkt.
    > Goldene Taschenuhren, Fliegen und EinstecktĂŒcher haben auch
    > eine Tradition. Sind aber trotzdem gay! Das ist kein Widerspruch.

    Was fĂŒr ein Unfug. Was soll denn an einer traditionellen Rasur „Gay“ sein? Nur weil Du den Sinn hinter den einzelnen Schritten nicht kapierst?
    Ich befĂŒrchte, Du verstehst nichtmal den Begriff „Gay“ – weder in seiner ursprĂŒnglich noch in seiner heute oft angenommenen Bedeutung.

    >> Aber dann bitte nicht behaupten, seine Art hÀtte irgendwas mit
    >> Tradition

    > Hat ER nicht!

    Jetzt redest Du von Dir sogar schon in der dritten Person? Das ist echt mal amĂŒsant – oder jetzt mal wirklich „Gay“ in der von Dir verwendeten Wortbedeutung. Hat sowas von „tatĂŒtata, der Prinz ist da“
    Von mir aus hast Du das Wort „traditionell“ nicht explizit verwendet, aber mit dem RĂŒckgriff auf eine Retro-Kamera, „wie zu Opas Zeiten“ etc. implizierst Du das natĂŒrlich eindeutig.
    Wie auch immer Du Dich da jetzt zu winden versuchst, nachdem Du widerlegt bist, es Àndert an der Sache ja nichts.

  • 🕝 Sebastian (Redaktion)

    Hier ein kleines Video aus meiner Wellness-Oase:
    http://www.youtube.com/watch?v=RuuuvuOzB7U

  • 🕝 Icke

    @Torsten

    Jetzt hast du mich dazu gebracht mal bei Wikipedia zu stöbern. Ich zitiere: „Die Hobelrasur war die vorherrschende Rasurmethode in den großen Industriestaaten vom Ersten Weltkrieg bis in die 1970er Jahre.“

    Da wir uns nicht persönlich kennen, weiß ich natĂŒrlich nicht wie alt du bist, aber meine Opas fallen ziemlich genau in diese Zeitspanne.

    Und: „Mit der Erfindung des Rasierhobels gegen Ende des 19. Jahrhunderts gingen viele MĂ€nner dazu ĂŒber, sich selbst zu Hause zu rasieren, wodurch die Rasur beim Barbier oder Herrenfriseur zur Ausnahme geworden ist.“

    Wenn Du nun also nicht gerade auf die 60 zugehst, sollten sich auch deine GroßvĂ€ter seltener zum Barbier getrollt haben, als Du es hier darstellst. So viel zum Thema keine Ahnung und so…

  • 🕝 Sebastian (Redaktion)

    > Du verstehst nichtmal den Begriff “Gay”

    Nicht in seiner praktischen Anwendung. Stimmt!

    > mit dem RĂŒckgriff auf eine Retro-Kamera, “wie zu Opas Zeiten”

    Irgendwie hast Du das Talent Dinge zu lesen, die da nicht stehen.

    Ich zitiere: „wenigstens rasieren wie unsere GroßvĂ€ter“.

    Den Unterschied zwischen Retro und Tradition kennste?

    Mein Großvater (Baujahr 1919) war jedenfalls nicht so der T-Shirt-in-the-pool-type-of-guy. Obwohl auch das wĂŒrdig aussehen kann.

    Keine Ahnung, warum Du auf der Retrokamera rumreitest. Ich hatte das Original (das sich in meinem Besitz und Gebrauch befindet) ja verlinkt.

  • 🕝 Olaf

    BTW:

    Die Hersteller von Naßrasierern veranstalten eine extreme Verarsche mit ihren Kunden:

    Die Klingen sind so gefertigt, daß sie nach 1 Woche stumpf sind. Und das in Zeiten, in denen woanders mit Metallklingen/ Keramikklingen Stahl geschnitten wird…

    Anders ausgedrĂŒckt: Die Naßrasierer könnten ewig halten, wenn bei deren Herstellung besseres Material genutzt werden wĂŒrde. Dann wĂŒrden die Hersteller abernix mehr verdienen…

    Die RasierblĂ€tter von Trockenrasierern halten ĂŒbrigens auch ewig…

  • 🕝 Torsten

    @Icke:
    Das stimmt soweit schon, ich schrieb ja auch:
    „die 1900 in so einem Shop ĂŒblich waren“
    und
    „Ok, das mag dann nicht sein “wie Opa”, sondern eher “wie Uropa”“
    und das dass sie wirlich traditionelle, westliche Variante der Rasur ist.
    – und viele, die es sich leisten konnten – haben das spĂ€ter auch gerne so weiter gemacht, auch beim Barbier bzw. dann evtl. schon Friseur genannt.
    Mein einer Opa, zum Beispiel, geb. 1909, konnte, wie er immer erzĂ€hlt hat, mit dem „modernen Kram“ eigentlich nix anfangen.
    Aus KostengrĂŒnden war, aber nichts anderes möglich, bzw. selten, und deshalb hat er sich einmal im Monat eine Rasur beim Friseur geleistet – aber das war fĂŒr ihn die traditionelle und Methode.
    Mein anderer Opa, geb. 1920, hat das zu Hause versucht, so nahe wie möglich zu imitieren, mit echter Klinge, Proraso und – warmem – TĂŒchlein.

    Ok, jetzt kann Basti sagen: „ja, ich will WIRKLICH mich ja wie mein Opa rasieren“ – ok dann kann er den Hobel nehmen.
    Aber ich glaube kaum, dass das die Idee dahinter ist.
    Da geht man ja normal nicht davon aus, es so zu machen, wie es viele, aus finanziellen GrĂŒnden und der Not geboren, machen mußten.
    Mit „kochen wie Oma“ meint man – normalerweise – ja auch kaum, dass man wirklich so kochen will, wie unsere GroßmĂŒtter es wahrscheinlich alle im 2. Weltkrieg und in der Nachkriegszeit mußten, Suppen aus Kartoffelschalen etc. – sondern die traditionelle und erstrebenswerte Variante: klassischer Braten mit Soße, Klösen etc.
    Und ich wĂŒrde mir bei „Rasieren wie Opa“ auch immer die Variante nehmen, die die beste war, die Opa haben konnte und nicht die aus KostengrĂŒnden geborene – aber gut wenn Basti das will kann er das natĂŒrlich machen.
    (Wobei das ganz klassische, nÀmlich die Rasur beim Friseur heute ja leider ausscheidet, welcher Friseur kann das schon noch? Hier kenne ich z.B. keinen nach der klassischen, westlichen Variante. 2-3, die es nach der arabischen Version mit Faden und Abbrennen machen, aber das ist nicht das, was ich will.)
    Das macht aber noch lange nicht die traditionelle Variante, mit traditionellen (und sinnvollen) AblĂ€ufen „Gay“ oder „Metro“.

    @Basti:
    Die Kamera deshalb, weil Du damit auch was idealisierst.
    Beim Rasieren willst Du aber plötzlich nicht die ideale Variante, wie sie traditiontell ĂŒblich wĂ€re (oder gewĂŒnscht war, wenn man es sich hĂ€tte leisten können), sondern eine abgespeckte Version.

    Der Inhalt von „wie unsere GroßvĂ€ter“ und „wie zu Opas Zeiten“ dĂŒrfte sich nun nicht so stark unterscheiden, wenn Du es mit der Spitzfindigkeit nicht ĂŒbertreibst.

    Klar kenne ich den Unterschied zwischen Retro und Tradition – Retro ist am Ende aber nicht viel mehr, als eine Plastikkonserve des Echten – Tradition hingegen trĂ€gt den echten Kern in sich weiter.

    @Olaf:
    Das stimmt auf jeden Fall.
    Das ist ja auch mein Problem mit wirklich guten Metallklingen fĂŒr traditionelle Rasierer. Die sind mir schlicht zu scharf – damit traue ich nicht umzugehen, ohne jedes zweite Mal ein Blutbad zu riskieren. Ich wĂŒrde ja gerne, aber bin motorisch etwas zu grob veranlagt dafĂŒr.
    Wobei lÀnger als 1 Woche halten bei mir die Klingen von Systemrasieren doch auch. Ich habe an einer Klinge normalerweise 4 Wochen, das sind bei mir im Schnitt so 18-20 Rasuren.
    Das kann aber natĂŒrlich auch dran liegen, um wieder die Wende zu den von mir empfohlenen Produkten zu machen, am tollen Proraso liegen, dass mein Barthaar sehr weich macht und damit die Klingen schont 😉

  • 🕝 Sebastian (Redaktion)

    > welcher Friseur kann das schon noch?

    Habe ich in Berlin schon mehrmals gesehen.

    > sondern eine abgespeckte Version

    Die mĂ€nnliche Version 😉

    > Plastikkonserve des Echten

    Das klingt sehr abwertend. Retro ist fĂŒr mich eine Adaption der Tradition, die sich auf der höhe der Zeit bewegt. Sie „konserviert“ nicht mehr. Sie bewahrt und verbessert. Und das mag ich!

    > wirklich guten Metallklingen fĂŒr traditionelle Rasierer

    Die klassischen Rasierklingen (selbst wirklich gute, wie japanische Feather) halten bei den allermeisten MÀnnern nicht lÀnger als 4-5 Rasuren. Also etwas weniger als Systemklingen.

    Ich zweifle arg, dass man eine „ewig scharfe“ Klinge zu vertrĂ€glichen Kosten bauen kann. Mit Keramik sind lange Standzeiten möglich. Aber damit erkauft man sich halt (wie bei Keramikmessern) auch diverse Nachteile.

  • 🕝 Torsten

    >> sondern eine abgespeckte Version
    >Die mĂ€nnliche Version 😉

    Mir erschließt sich nicht so ganz, was daran unmĂ€nnlich ist, seine Barthaare mit einer entsprechenden Substanz auf die Rasur besser vorzubereiten, damit die glatter von der Hand geht aber gut, dann wĂ€re es aber auch noch konsequenter mĂ€nnlich, gleich auf Rasierschaum & Seife zu verzichten (brauchen ja nur Gays und Weicheier, echte MĂ€nner können das ohne) und sich die Haare aus dem Gesicht zu schaben.
    Von einer Flex habe ich ja schon mal gesprochen.
    Und im Gegensatz zu irgendwelcher Beckham-Schminke oder Jogi-Löw-Tigelchen fĂŒr MĂ€nner, ist das eiskalte Tuch im Gesicht a. da um einen Zweck zu erfĂŒllen und nicht als „schwuchteliges“ Accessoire und b. gar nicht so unmĂ€nnlich – denn nach der Rasur mit heißem Wasser ist ein Tuch aus dem Eiswasser nicht weniger ein Schockeffekt, als das Tauchbecken nach der Sauna.

    > Das klingt sehr abwertend. Retro ist fĂŒr mich eine Adaption der
    > Tradition, die sich auf der höhe der Zeit bewegt. Sie “konserviert” > nicht mehr. Sie bewahrt und verbessert. Und das mag ich!

    Jaaanein, also Jein.
    Das mag sehr abwertend sein, aber in 95% der FĂ€lle, ist Retro halt nicht wirklich gut gelungen.
    Aber es gibt auch Ausnahmen, stimmt schon.
    Ich muß sogar sagen, dass meine beste „traditionelle“ Rasur sogar in einem wirklichen „Retro“-Barber-Shop war:
    http://www.dein-dlrp.de/disneyland-resort-paris/disneyland-park/main-street-usa/attraktionen/dapper-dans-hair-cuts.html
    Wobei hier wahrlich nicht alles Retro ist, denn ein Großteil der Einrichtung stammt wirklich aus der Jahrhundert-Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.
    Generell ist fĂŒr mich die Main Street U.S.A. im Disneyland Paris, in der sich auch der Barber-Shop befindet, fĂŒr mich die perfekt gelungene Symbiose aus Retro und Original.

    Basti, das dĂŒrfte sogar fĂŒr Dich ein wirklich besonderes Highlight bieten: Das Fotoladen dort ist fĂŒr Foto-Freaks ein wahres Paradies und neben einem GeschĂ€ft schon ein kleines Foto-Museum, denn dort finden sich mehr als zwei Dutzend Kameras aus der Zeit von 1890-1920, von denen einige nur noch ein einziges Mal existieren – und das in dem Laden nicht mal als reine AusstellungsstĂŒcke, sondern großteils, als EinrichtungsgegenstĂ€nde positioniert.

    So gesehen bin ich auch ein Retro-Fan, aber es muß eben wirklich gut gemacht sein

  • 🕝 Sebastian (Redaktion)

    > was daran unmÀnnlich ist

    Die ganze Show. Eine Rasur ist ein tĂ€gliches GeschĂ€ft. Und etwas MĂ€nnliches ist fĂŒr mich immer schlicht und schnörkellos.

    Vorcremchen … Eiswasser … TĂŒchlein … da haste ’ne halbe Stunde zu tun. Und dann? Was hast Du geschafft? Dir die Haare aus dem Gesicht zu kratzen. Und morgen sind sie wieder da.

    FĂŒr mich ist der Wechsel von Dosenschaum zu Seife schon die Schmerzgrenze. Das kostet mich auch 1-2 Minuten mehr. DafĂŒr ist es mobiler (Seife und Pinsel gehen ins HandgepĂ€ck, meine Schaumdosen nicht) und gesĂŒnder. (Inhaltsstoffe)

    > in 95% der FĂ€lle, ist Retro halt nicht wirklich gut gelungen

    Eine Tradition zu verbessern, ist halt nicht einfach. Sie hat sich schon oft bewiesen und gegen die 99% der Dinge, die niemand wiederbeleben will, durchgesetzt. Da sind doch 5% Erfolgsquote schon gut.

    > ein wirklich besonderes Highlight bieten

    Bloß nicht! Da finde ich bestimmt wieder zig Sachen, die ich danach dann unbedingt brauch.

    Ich habe mich schon geÀrgert, dass ich mir die X100 genauer angeschaut habe.

  • 🕝 Torsten

    >Die ganze Show. Eine Rasur ist ein tĂ€gliches GeschĂ€ft. Und etwas >MĂ€nnliches ist fĂŒr mich immer schlicht und schnörkellos.

    Mir geht es da weniger um die Show, die meiner Meinung nach keine ist, sondern darum, den wirklich sehr angenehmen Weg zu gehn.
    Sind auch fĂŒr mich keine Schnörkel.
    Und es dauert auch nicht wirklich so lange.
    Proraso auftragen: 20 Sekunden.
    Den Seifen-Schaum in der Schale schlagen & Einpinseln: 30 Sekunden
    Schaum einwirken lassen: 2-3 Minuten, aber die nutze ich produktiv, indem ich in der Zeit ZĂ€hne putze, die kann man also nicht voll ansetzen.
    Rasur mit dem Strich: max. 2 Minuten
    Erneut einpinseln: 10 Sekunden
    Rasur gegen den Strich: max. 2 Minuten
    Eistuch ins Gesicht (nutze ich gleich aus zum Abwaschen der Schaumreste etc. Insofern kostet es nicht mehr Zeit, als das normale Abwaschen nach der Rasur): 30 Sekunden
    Abtrocknen: 10 Sekunden
    After-Shave draufknallen: 10 Sekunden
    Fertig.
    Sind bei mir im Normallfall maximal 10 Minuten, oft eher weniger.
    Ich brauche jedenfalls fĂŒr die komplette Rasur inkl. ZĂ€hneputzen, deutlich kĂŒrzer als meine Frau alleine dafĂŒr, sich die Haare zu fönen.
    Und ich rasiere mich meist nur jeden zweiten Tag ab und an auch erst nach 3 Tagen wieder.
    Mein Gesicht sieht eh zu jung aus, meist werde ich 5-8 Jahre jĂŒnger geschĂ€tzt, als ich bin, dann kann es nicht schaden, wenn mal ein paar Baarstopeln stehen bleiben, dann sieht das weniger nach Babyface aus 😉

    >Bloß nicht! Da finde ich bestimmt wieder zig Sachen,
    > die ich danach dann unbedingt brauch.

    Doch, doch, mach nur. Ich finde, ein Besuch dort lohnt immer.
    Ich lasse im Disneyland auch immer ein Vermögen 😉
    Ich bin zwar nicht mehr ganz so verrrĂŒckt wie frĂŒher, als ich da zw. 8 und 10x im Jahr hingefahren bin und oft auch eine ganze Woche geblieben bin (mein Rekordjahr waren mal 60 Tage dort verbracht), bzw. z.B. ĂŒbers Millenium gleich 12 Tage am StĂŒck, aber immer noch extrem.
    FrĂŒher gingen da schon mal gut und gerne 15.000 Euro im Jahr fĂŒr Urlaub dort drauf…
    Heute sinds dann „nur“ noch so ca. 5-6.000 – aber ich bin halt ein Disney-Freak – dafĂŒr bleibt jetzt dann etwas mehr fĂŒr andere Urlaube – man will ja schon auch mal was anderes sehen ;).
    Und vor allem fĂŒhl ich mich eigentlich nirgendwo so wohl, wie dort.

  • 🕝 Tjark

    Hallo Jungs,

    vielen Dank fĂŒr die gute Unterhaltung 😉 und fĂŒr die guten Tipps!

    Jetzt bin ich neugierig geworden und werde auch mal versuchen ohne Schaum aus der Dose auszukommen.
    So weiß ich auch gleich was ich mir von meiner Freundin zu Ostern wĂŒnsche:
    http://www.torquato.de/harris-rasierschale.html 😉
    Wir haben heute bei Douglas auch mal nach guten Rasierpinseln geschaut, heureka da kann man aber gut Geld los werden ….

    FĂŒr Leute die pĂŒnktlich aus dem Haus mĂŒssen ist so eine Rasier Zeremonie sicher weniger geeignet, aber fĂŒr uns „Zuhausearbeiter“ wo es egal ist, ob man 5 Minuten frĂŒher oder spĂ€ter am Rechner sitzt, kann so eine Rasur wie zu Opas Zeiten auch zu einem „entspannten“ Start in den Tag beitragen – denke ich!

  • 🕝 Uwe

    Super Unterhaltung hier 🙂

    Ich rasiere mich meistens nur einmal die Woche mit super-stumpfen Rasierklingeln, von daher wuerden all diese Anschaffungen wahrscheinlich wenig Sinn machen….

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