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Musik
Post vom Anwalt: Cascada-Song „Glorious“ ist kein „Euphoria“-Plagiat

Cascada (Foto: Dirk Hilger | Universal)

Cascada (Foto: Dirk Hilger | Universal)

Medienanwalt Christian Solmecke hat mir eine Einschätzung zur Eurovision Song Contest Story geschickt:

RA Christian Solmecke: Cascadas Song „Glorious“ ist weit von einer „Euphoria“-Kopie entfernt

Verschiedenen Medienberichten zufolge soll es sich bei dem Lied „Glorious“ um ein Plagiat des ESC-Siegerliedes „Euphoria“ aus dem Jahr 2012 handeln. Mit dem Lied Glorious hat die Band Cascada den deutschen Vorentscheid des Eurovision Song Contest gewonnen und wird unser Land damit im Mai in Malmö präsentieren.

Rechtsanwalt Christian Solmecke hat sich beide Songs angehört und sieht Cascadas Song – trotz einiger Ähnlichkeiten – weit von einem Plagiat entfernt: „Beide Stücke weisen typische Elemente eines Dance Songs auf. Intro, Refrain und Überleitungen sind ähnlich aufgebaut. Die Harmonien und die Texte der Songs sind jedoch so weit voneinander entfernt, dass keinesfalls von einer illegalen Kopie zu sprechen sein dürfte.

Im Urheberrecht gilt der ‚Schutz der kleinen Münze‘. Das bedeutet, dass auch kleine kreative Elemente Schutz verdienen. Andererseits darf auf bestehenden Werken aufgebaut werden, sofern das ursprüngliche Werk im Hintergrund verblasst und das neue Werk nur noch ganz entfernt an das alte Werk erinnert. Im aktuellen Fall ähneln sich zwar der Gesang des Wortes Glorious und des Wortes Euphoria etwas, das reicht jedoch noch lange nicht aus, um von einer Kopie zu sprechen. In der Summe ist Glorious in dem Fall als eigenständiges Werk zu werten, das keine Urheberrechtsverletzung darstellt.

Untauglich ist der Versuch mancher Medien, die so genannte Waveform als Beweis dafür heranzuziehen, um eine Kopie nachzuweisen. Aus dieser Art der grafischen Darstellung ergeben sich die Lautstärkendynamik und die Anordnung der einzelnen Songelemente wie Intro und Refrain. Harmonien sind daraus nicht ersichtlich. Sofern der Aufbau der Beats, Gesangsdynamik und Pausensetzung sich ähneln, ist darin nicht der für die urheberrechtliche Schutzfähigkeit maßgebliche kreative Teil zu sehen. Es lassen sich im Dance-Bereich dutzende Waveformen finden, die in ihrem Aufbau dem Aufbau des Liedes Euphoria ähneln.“

Das entspricht also in etwa dem, was ich am Donnerstag geschrieben hatte:

„Der Song ist sicher weit genug vom “Original” weg, damit das rechtlich in Ordnung geht, aber für mich ist diese “Anlehnung” zu billig.“
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