• Home
  • Magazin
  • Men
  • Blog
  • Style
  • Finanzen
  • Gesundheit
  • Reise
  • Stars
  • Lifestyle
  • Sport
  • Tech
  • Wissen
  • Fragen

Proteste gegen (Teil)abriss der East Side Gallery wachsen

East Side Gallery (Foto: Sebastian Fiebiger | Softclick)

East Side Gallery (Foto: Sebastian Fiebiger | Softclick)

Vor zwei Wochen waren es 300 Demonstranten, die der Spiegel in seiner Berichterstattung wie Deppen dargestellt hat. Schon kurz darauf waren es wie zum Trotz 6.000 Demonstrationsteilnehmer. Die Onlinepetition zeichneten bislang 73.000 Menschen.

Für heute ist eine weitere, noch größere Demonstration geplant. David Hasselhoff ist nach Berlin gekommen, um die Proteste zu unterstützen.

Ick finds jut!

Zum einen, weil ich die East Side Gallery für ein wichtiges Wahrzeichen der Stadt und Symbol für eine der größten Leistungen des deutschen Volkes halte. Zum anderen, weil es zeigt, dass das Internet die Protestkultur beflügelt. Und davon braucht es in Deutschland mehr!

Fotos der East Side Gallery erster Artikel zu den Protesten Petition

„Tapete“ aus 60.000 Kronkorken (Video)

So kann man sein Büro aus „tapezieren“.

Die Jungs von kegworks.com – einem Barausrüster – haben ihre Wand mit 60.000 Kronkorken verschönert. Geile Idee! Vor allem, weil es zum Unternehmenszweck passt.

Die dazugehörigen Flaschen haben die Mitarbeiter übrigens nicht allein ausgetrunken. Fans, Kunden und befreundete Brauereien aus der ganze Welt haben Kronkorken eingesandt.

Die Bastelarbeit hat zwei Monate und unzählige Arbeitsstunden gekostet. Insgesamt waren 43 Mitarbeiter beteiligt.

Drücken wir den Jungs die Daumen, dass sie da nie ausziehen müssen 😉

Retro-Girl II (Foto)

Foto: Viktor_Solomin | iStockphoto | Thinkstock

Foto: Viktor_Solomin | iStockphoto | Thinkstock

Friday! Retro-Friday!

Nach der schüchternen Ausgabe, gibt es diese Woche – wie versprochen – die offensivere Version.

Fotografiert hat Victor Solomin. Mehr Fotos von ihm gibt es hier.

Bisherige Retro-Fotos:


Social Networks Marktanteile + Die wichtigsten Smileys + Facebook Hashtags

Foto: Paul Vasarhelyi | iStockphoto | Thinkstock

Foto: Paul Vasarhelyi | iStockphoto | Thinkstock

Der letzte Tag vor dem Wochenende. Den hauen wir einfach so weg:

Marktanteile der Social Networks – 10.000 Flies versucht sich an einer Untersuchung der Marktanteile von Social Networks in Deutschland. Gemessen wird hier allerdings nur die Interaktivität der User.

Smileys – beim geilsten Onlinemagazin der Welt gibt es eine Übersicht der wichtigsten Smileys und deren Bedeutung.

Facebook Hashtags – Facebook plant offenbar die Einführung von Hashtags. Was das ist und warum sie so wichtig sind, erklärt der Artikel der t3n.

Polizeigewalt – Empörung über Internetvideos

Foto: Jacek Babiel | iStockphoto | Thinkstock

Foto: Jacek Babiel | iStockphoto | Thinkstock

Es ist zur schönen Tradition geworden – Videos von Polizeieinsätzen landen im Netz und lösen allgemeine Empörung aus.

In den allermeisten Fällen zu unrecht, wie ich finde. Das Schema ist immer wieder ähnlich – ein Platz, eine Straße oder ein Haus sollen geräumt werden und:

  • die „Aktionisten“ befinden sich widerrechtlich dort
  • die Polizei fordert mehrfach auf, den Bereich zu verlassen
  • die Polizei droht eine „gewaltsame“ Räumung an
  • die Polizei fordert wiederholt dazu auf, den Bereich zu verlassen
  • die Polizei entfernt erste Teilnehmer „gewaltsam“
  • die Polizei fordert die restlichen Teilnehmer erneut auf, den Bereich zu verlassen
  • weitere Teilnehmer werden „gewaltsam“ entfernt

Die „Gewalt“ beschränkt sich darauf, dass Teilnehmer getrennt, ggf. fixiert und weggetragen werden, Polizisten zur Eigensicherung Schlagstöcke und / oder Abwehrspray einsetzen und Angreifer zu Boden gebracht, durchsucht und fixiert werden.

Ich kann darin weder den häufig konstatierten „Menschenrechtsverstoß“ noch eine unzulässige Einschränkung der Grundrechte oder eine vorsätzliche Körperverletzung erkennen.

Im Gegenteil – ich bin in den meisten Fällen eher davon beeindruckt, wie schonend man selbst sehr aggressive Demonstranten zu Boden bringt. Um das zu realisieren, muss ein Polizist weit mehr ins Risiko gehen, als wenn er einen Angreifer ohne Rücksicht auf dessen Unversehrtheit unter Kontrolle bringt.

Ich will damit nicht sagen, dass es keine illegale bzw. unverhältnismäßige Polizeigewalt gibt. Doch auf den meisten dieser Videos wird ganz normale Einsatzroutine gezeigt.

Holy Shit!

klopapier

Wir sind Außerirdische + FAZ vs. Blogger + Wunderlist Plugin

Foto: Digital Vision | Thinkstock

Foto: Digital Vision | Thinkstock

Di Da Donnerstag. Und mal wieder drei interessante News:

Sind wir Außerirdisch? – es wird schon länger die These untersucht, dass das Leben über Meteoriten auf die Erde gekommen ist. Amerikanische Wissenschaftler haben jetzt die Bedingungen auf einem Meteoriten nachgestellt, ihn mit „kosmischer“ Strahlung beschossen und fanden als Ergebnis die Grundbausteine des Lebens vor. Das ist kein Beweis dafür, dass das Leben auf der Erde aus dem All kommt. Aber es zeigt, dass es möglich ist.

FAZ vs. Blogger – RA Thomas Stadler scheibt, dass die FAZ einen Blogger abmahnt. Abenteuerliche Geschichte, die mal wieder energisches Kopfschütteln hervorruft. (via Archivalia)

Wunderlist Plugin – es gibt jetzt ein Plugin für Chrome, Firefox und Safari, das das einfache Hinzufügen von Webseiten zu Todo-Listen ermöglicht. Ein Video zeigt, wie das funktioniert.

Mad Men Yourself – Eigenen Avatar im Mad Man Style bauen

Screenshot Mad Man Yourself

Screenshot Mad Man Yourself

www.amctv.com/madmenyourself

Da könnt ihr euch ähnlich wie bei Face Your Manga einen eigenen Avatar zusammenbauen. Im Mad Men Stil.

Ich habe mich nur mal durchgeklickt und einen möglichst schrägen Typen zusammengebaut.

Falls jemand Lust hat, das mal auszuprobieren -> postet mal das Ergebnis in die Kommentare!

Heimliche Gleichschaltung der Medien – Frank Farenski im Interview (Video)

Tom Aslan hat Frank Farenski – den Macher des Films „Leben mit der Energiewende“ interviewt.

Frank erklärt ab 2:20 ganz gut, wie die „heimliche Gleichschaltung“ der deutschen Medien funktioniert.

Es gibt hat in Deutschland keine zentral gesteuerte Zensur- oder Medienkontrolle. Wohl aber eine Diktatur des Konsens und eine Kultur des Abschreibens. Gefährlich!

RSS – Google stellt Feedreader ein

Foto: Annarki | iStockphoto | Thinkstock

Foto: Annarki | iStockphoto | Thinkstock

Lustig. Ich habe heute gerade noch mit Gabriel über RSS diskutiert. 

Darüber, dass es sich in der Breite der Userschaft nicht durchgesetzt hat, dass es einen „Website abonnieren“-Button im Browser bräuchte etc.

Und jetzt lese ich, dass Google den Reader zum 1. Juli einstellt. Hier kann man eine Petition gegen die Einstellung zeichnen.

Das hat positive und negative Effekte:

  • der Rückzug Googles aus diesem Markt, schafft Platz für andere Anbieter
  • ich muss mir einen neuen RSS-Reader suchen
  • eine Förderungen von RSS durch den Chrome Browser wird nicht stattfinden

RSS als ist Basistechnologie ist toll. Aber sie wurde extrem schlecht vermarktet. Facebook wird das freuen. Konnte man doch einen großen Teil des Bedürfnisses, Webseiten zu abonnieren, durch die Facebook-Seiten abdecken.

Feedreader? WTF?: Ein Feedreader ist eine Software, mit der man Webseiten abonnieren kann. Anstatt seine Lieblingswebsites ständig zu besuchen, um zu schauen, ob es was Neues gibt, wird man informiert, wenn ein neuer Artikel veröffentlicht wurde. Das ist besonders nützlich für Seiten, die selten aktualisiert werden.

Wohin geht man jetzt als RSS-Fan? Feedly? FeedDemon? Thunderbird?

(via Google Watchblog)

Update:

Wir haben hier bei uns nochmal drüber diskutiert. Den Reader als Tool zu verlieren ist nicht schlimm. Aber ich denke jetzt darüber nach, auch andere kostenlose Google-Dienste aus meinem täglichen Gebrauch zu verbannen. Sie kosten mich zwar kein Geld, aber ich investiere in eine Lernkurve, was ihre effektive Nutzung betrifft. Der Reader ist nicht das erste Tool, das Google einstellt. Und auch Docs, Picasa, Kalender und Mail sind keine echten „Massenprodukte“ geworden. Ich weiß nicht, ob die vielleicht auch schon auf einer „internen Abschußliste“ stehen. Wirklich viel Progress ist da jedenfalls auch nicht zu beobachten.

Links

Martin von Netzwertig war zwar geschockt, findet das „Aus“ aber schlußendlich gut
Golem – Hier wird über die Pläne von Feedly berichtet, eine API-Alternative zu stellen
Stereopoly – Ricarda sieht das „Aus“ auch eher als Chance für andere Anbieter
t3n – 6 Alternativen zum Google Reader
Nerdcore – GoogleReader R.I.P.
Heise – Reader-Einstellung zerstört Vertrauen in Google

Libor Skandal – Bankensterben oder Gnade vor Recht?

Foto: Benjamin Haas | iStockphoto | Thinkstock

Foto: Benjamin Haas | iStockphoto | Thinkstock

Aktuell wird wieder viel über die Manipulation des Liborsatzes durch diverse Banken diskutiert.

Wenn die Aufklärung der Manipulationen und die Entschädigungsverfahren seriös ablaufen, kann das eigentlich keine der beteiligten Banken überleben. Der Libor ist die Basis für unzählige Zinsgeschäfte. Schon kleine Manipulationen betreffen gigantische Volumina.

Die Krux ist nun die. Ein faires Gericht wird die manipulierenden Banken zum Ersatz des jeweilig entstandenen Schadens in voller Höhe plus Zinsen verdonnern. Die Profiteure der Manipulationen werden ihre Gewinne aber nicht zurückzahlen. Warum sollten sie auch?

Defacto müssen die Banken damit die Vollkaskoversicherung für sämtliche liborbasierten Finanzgeschäfte im fraglichen Zeitraum spielen.

Ich bin mir aber sicher, dass genau das nicht passieren wird. Entweder werden die Verfahren bis in alle Ewigkeiten verschleppt, man findet zahlungsunfähige Bauernopfer oder die öffentlichen Körperschaften halte sich mit Klagen zurück. Am Ende heißt es wieder: Die Bank gewinnt immer. Dabei wäre es so schön, wenn der eine oder andere Kackladen von der Bildfläche verschwindet.

Braunes Katzenbaby (Foto | Katzencontent)

Braunes Katzenbaby (Foto: Morozova Tatiana | iStockphoto | Thinkstock)

Braunes Katzenbaby (Foto: Morozova Tatiana | iStockphoto | Thinkstock)

Miaaaauhh, Catwoch!

Der struppige Kollege ist sichtbar von der Kamera beeindruckt. Definitiv eine tolle Farbe, für einen jungen Katzer.

Katzencontent steigert die Produktivität

Bisherige Katzenbilder:

Kein Pornoverbot + Leben auf dem Mars + Samwers

Foto: Vladimir Nikulin | iStockphoto | Thinkstock

Foto: Vladimir Nikulin | iStockphoto | Thinkstock

Die Sonne scheint, morgen ist Schniblo-Tag, das Pornoverbot ist gekippt und es gibt vielleicht Marsmännchen. Wenn das kein toller Tag ist?!

Pornoverbot – Das Europaparlament hat dem Pornoverbot eine Absage erteilt. Die entsprechenden Abstimmungen scheiterten an der erforderlichen Mehrheit. Die Tittenquote ist gerettet!

Leben auf dem Mars – Leben auf dem Mars war möglich. Da sind sich die Wissenschaftler der NASA inzwischen sicher. In Gesteinsproben wurden die Grundbausteine des Lebens gefunden.

Samwers – Martin wundert sich darüber, das der Pinterest-Klon der Samwers noch immer online ist und beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit der Unabhängigkeit von Deutsche-Startups.de.

14. März Schnitzel- und Blowjobtag

Es ist wieder soweit – das männliche Pendant zum Valentinstag steht vor der Tür.

Der „Aktionstag“ wurde ursprünglich 2002 als „Steak and Blowjob Day“ von einem amerikanischen Radiosender ins Leben gerufen, damit sich die Frauen für die Aufmerksamkeiten des Valentinstag bedanken können. In Deutschland wird er als Schnitzel- und Blowjobtag (Schniblo-Tag) „gefeiert“.

Da die Damenwelt offenbar nichts auf sich beruhen lassen kann, gibt es inzwischen auch den Cake and Cunnilingus Day am 31. Februar … äähhh 14. April.

Facebook-Seite des Schniblo-Tags

Flirt auf dem Reisfeld – Bild des Tages (Foto)

Liebe auf dem Reisfeld (Foto: Digitalpress | Dreamstime)

Liebe auf dem Reisfeld (Foto: Digitalpress | Dreamstime)

Ein Zeichen menschlicher Nähe bei der harten Arbeit auf dem Reisfeld.

Ein würdiges „Bild des Tages“.

Bisherige Bilder des Tages:

Statistik – Traffic aus Social Networks (Facebook, Twitter und Google+)

Im heutigen Statistikporno widmen wir uns mal den Social Networks. Für Blogs sind Facebook, Twitter und Google+ sehr interessante Traffickanäle, weil sie neben dem Traffic auch eine Besucherbindung ermöglichen.

Als erstes habe ich mal die Social Stats aus der heiß geliebten Sistrix Toolbox rausgeleiert:

Screenshot: Sistrix Toolbox

Screenshot: Sistrix Toolbox

Das ist noch recht übersichtlich. (zum Vergleich naanoo.com hat mehr als 20.000 Interaktionen) Aber man sieht schon ganz gut, dass Facebook besser funktioniert als Twitter und Google+ zusammen. (mehr …)

12. März – Welttag gegen Internetzensur

Foto: grandeduc | iStockphoto | Thinkstock

Foto: grandeduc | iStockphoto | Thinkstock

Das Internet hat viele Hoffnungen geweckt … auf die Liberalisierung der Medienlandschaft, den Vormarsch der Meinungsfreiheit und den freien Zugang zu Informationen.

Die staatlichen Interventionen gegen die Freiheit im Netz nehmen aber zu. Die Regierungen der Welt haben erkannt, welch machtvolles Instrument das Internet sein kann und versuchen, es zu regulieren.

Ist es hierzulande gelungen, staatliche Zensurinstrumente zu verhindern, wird das Netz in vielen Ländern der Welt offen und versteckt zensiert.1,2 Der 12. Juni ist ein internationaler Aktionstag gegen die Internetzensur.

Links zum Thema

  • Piratenpartei – Zusammenfassung der Zensurbestrebungen in Europa
  • Golem – Bericht über den ROG-Report zu Unternehmen, die Überwachungs- und Zensurtechnologie anbieten
  • CCC – ein geschichtlicher Abriss über die Netzzensur

Die Freiheit des Internet zu verteidigen, ist eine Aufgabe, der wir uns alle widmen sollten. Ist das Netz doch für die meisten von uns längst zum elementaren Bestandteil des Lebens und für nicht wenige zur Existenzgrundlage geworden.


[1] Reporter ohne Grenzen – Internet Zensur Bericht 2012
[2] Wikipedia – Zensur im Internet

Nachwehen meiner ersten Blogbeerdigung – Wenn das „Arschloch Basti“ respektlos wird

Foto: Alexey Romanov | iStockphoto | Thinkstock

Foto: Alexey Romanov | iStockphoto | Thinkstock

Vorsicht: Posting mit Konfliktpotential und Niveaumangel:

Die Vorgeschichte gibt es hier.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Marcus noch keine Zeit hatte, sich ein Gehirn wachsen zu lassen, oder ob er einfach nur einen schlechten Tag erwischt hat. Jedenfalls hat der „Club der Heuler“ ein neues Mitglied.

Der „Kollege“ äußert sich lang aber unsubstantiiert zu meinem „Killerkommentar.“ Er unterstellt mir Respektlosigkeit, um mich nur kurz darauf Arschloch, Schwachkopf und schließlich noch Vollpfosten zu nennen. Großer Fehler!

Normalerweise würde ich sagen: Was schert es die Eiche, wenn sich die Sau dran reibt.

Aber wenn man mich so „lieb“ bittet, gibt es auch eine Antwort:

Ja, lieber Marcus. Ich habe Horst ungründliche Recherche unterstellt. Ganz einfach weil er in den letzten Wochen mehrfach ungeprüft Drittmeinungen übernommen und verteidigt hat, ohne deren Motivation und / oder Grundlage zu überprüfen.

Auch kannst Du meinen angeblich unter der „Gürtellinie“ ansetzenden Kommentar weder auf die achso schlimme Anonymität im Netz, noch auf meine schlechte Erziehung schieben. Der kam von Herzen! Mit Name, URL und breitem Grinsen.

Dafür, dass Horst wie ein Mädchen reagiert und sein Blog abschaltet, kann ich nichts. Ich hätte es deutlich besser gefunden, wenn er die Kritik als Ansporn gesehen hätte, es besser zu machen.

Aber es gibt auch Versöhnliches zu sagen: Wenn ich durch Dein Blog scrolle, kann ich nachvollziehen, warum sich Dir meine Kritik nicht erschließt. Vielleicht gründet ihr ja eine Arbeitsgruppe: Du, der Horst und eure beiden Leser 😉

Lieblingswaffe Meinungsmache: Distribution von „journalistischen“ Inhalten

Achtung chaotischer Beitrag. Ich wollte dieses komplexe Thema unbedingt mal ansprechen. Das ist ein erster Versuch!

Seit mehr als 15 Jahren schreibe ich Sachen ins Netz. Das meiste davon im Rahmen kommerzieller, werbefinanzierte Onlinemagazine. Was mich daran immer gestört hat, ist die fehlende „Durchschlagskraft“ bei Themen, die mir wirklich wichtig sind.

Meine Unternehmen haben mehrere Millionen Dokumente im Netz. Das führt zu Millionen von Besuchern monatlich. Aber wenn ich ein Thema platzieren will, eine Meinung distribuieren will, ist die verfügbare Reichweite doch eher auf dem Niveau eines Lokalblättchens.

Schauen wir uns das doch mal genauer an. Die Besucher landen über Suchmaschinen und Links auf Einzeldokumenten, wenn sie eine konkrete Fragestellung haben. (Bsp.: Wie viel Gramm hat ein Würfel Zucker?) Sie suchen ausschließlich die Antwort auf ihre Frage oder die Lösung ihres Problems. An meinem Medium sind sie ebenso wenig interessiert wie an meiner Meinung zu anderen Themen.

Und das ist die Krux am Onlinepublishing. Es ist extrem schwer, sich eine „Fangemeinde“ aufzubauen, der man die Themen „reindrücken“ kann, die einem wichtig sind. Auch die großen Onlinemedien schaffen das nur bedingt. Jenseits des täglichen News Fast Foods haben auch die Verlagsprodukte Schwierigkeiten, Meinungsmache und Agendasetting im Internet abzubilden.

Seit 2011 ist der Aufbau von Distributionspower für uns das wichtigste Unternehmensziel.

Werkzeuge und Instrumente

Ich sammle hier mal Lösungsansätze und Werkzeuge zum Aufbau einer „virtuellen Gefolgschaft“, freue mich aber über weiteren Input:

  • Google News – ist je nach Thema für einen schnellen Schwung frischer Besucher gut. Meinungsmache ja, Agendasetting eher nein. Wenig nachhaltig und je Einzelthema schwer kalkulierbar.
  • Facebook – ist im Prinzip die eierlegende Wollmilchsau. Bietet alles: Gewinnung neuer Stammleser, Besucherbindung, gezielte Reichweitenverstärkung.
  • Twitter – aufgrund der geringeren Verbreitung bei weitem nicht so geil wie Facebook. Aber hier erreicht man Verteiler.
  • Newsletter – wenn die Leute erstmal drauf stehen, sehr nachhaltig und schlagkräftig. Aber die Generierung von Abonnenten ist furchtbar mühsam.
  • Google+ – ähnlich wie Twitter. Eigentlich nur zum Erreichen von Verteilern interesant.
  • Stammleser – Leser, die das Portal / das Blog täglich durch Eingabe der Adresse besuchen, sind sehr gut in ihrer Wirkung, aber „empfindlich“. In Phasen schwacher Themen oder geringer Publikationsfrequenz lässt man sie schnell auf der Strecke.
  • RSS – eigentlich ideal zur Besucherbindung. Leider jenseits der technikaffinen User kaum verbreitet.
  • Youtube – sehr schöner Distributionskanal, der wie Facebook die ganze Bandbreite der Möglichkeiten abdeckt.
  • Netzwerk – auch das eigene Netzwerk an Portalen ermöglicht das kurzfristige Platzieren von Themen. Dabei muss das Zielthema nur „halbwegs“ zum Quellmedium passen.

Mein persönliches Ziel sind 10.000 – 100.000 Besucher, die ich spontan für ein mir wichtiges Thema gewinnen kann. Das ist in der Vergangenheit bei einzelnen Themen (Schweinegrippe, Fukushima, Freiwild, Amazon) schon gelungen, aber noch weit von einer Planbarkeit entfernt.

Der Blick über den Tellerrand

Dieses Thema ist einfach wahnsinnig spannend. Ich habe mir schon viele Dinge angeschaut, die damit auf den ersten Blick nicht in unmittelbarem Zusammenhang stehen, aber wichtige Erkenntnisse liefern:

  • Warum hat die Band XY mit mäßigem Talent eine riesige Fangemeinde, während Band Z ungleich talentierter ist, aber keine Hallen füllt?
  • Warum explodieren die Facebook-Accounts mancher Politiker aus der zweiten Reihe, während manche Spitzenpolitiker in den sozialen Medien Selbstgespräche führen?
  • Warum scheitern so viele bzw. fast alle Blogger?
  • Warum liegen Demagogen die Massen zu Füßen?
  • Warum funktionieren manche Talkshows und andere nicht?
  • Sahra Wagenknecht vs. Andrea Nahles, Marina Weisband vs. Ursula von der Leyen

Die meisten meiner Learnings habe ich hier im Blog ausprobiert und werde das auch weiterhin tun. Über die Erfolge / Misserfolge halte ich euch auf dem Laufenden.

Ich bin dankbar für jeden Link / jeden Lesetipp zum Thema.

Ein Tag in Indien (Video)

„A Day in India“

… intensiv und intim. Die Filmemacher Daniel Klein und Mirra Fine haben drei Wochen einer Indienreise in einem virtuellen Tag zusammengeschnippelt. Das Ding wurde mit der brandneuen Canon 5D Mark III gedreht. Sehr leckeres Gerät!

Wer auf solchen Stuff steht, sollte man bei www.theperennialplate.com vorbeischauen. Der Film ist Teil einer wöchentlichen Dokuserie über nachhaltiges und experimentierfreudiges Essen.

(via Martin)