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Philosophie & Religion

Ist das Ich-Bewusstsein nur ein Mythos?

Foto: Jorge Salcedo | iStockphoto | Thinkstock

Foto: Jorge Salcedo | iStockphoto | Thinkstock

Ein „Heldenmythos“, der uns selbst wertvoller und entwickelter erscheinen lässt, als wir es tatsächlich sind? Eines meiner Lieblingsthemen! Meines Erachtens haben wir kein „kontinuierliches Ich-Bewusstsein“.

Vielleicht haben wir auch gar keines. Die Forschung weiß es nicht. Ich auch nicht.

Klar, jetzt in diesem Moment meine ich, meine Gedanken aus mir rauszutippen. Mit meinen Augen aus meinem Körper herauszugucken. Aber bin ich bspw. identisch mit der Person, die ich vor zwanzig Jahren war?

Wenn ich mir ein Video angucke, das von mir vor 20 Jahren gemacht wurde, sehe ich da einen pickligen Typen, der komisches Zeugs labert und denke: „Mein Gott, was für ein Spacken!“ Ich bin nicht unsicher,ob ich ihn leiden könnte, wenn ich ihn heute treffe. Vermutlich eher nicht.

Für diese These – dass wir möglicherweise kein durchgängiges Ich-Bewusstsein haben – liefert Steve Grand in seinem Buch „Creation: Life and How to Make It“ einen erstaunlich erfrischenden Erklärungsansatz:

“Think of an experience from your childhood. Something you remember clearly, something you can see, feel, maybe even smell, as if you were really there. After all you really were there at the time, weren’t you?

How else could you remember it? But here is the bombshell: you weren’t there. Not a single atom that is in your body today was there when that event took place …. Matter flows from place to place and momentarily comes together to be you. Whatever you are, therefore, you are not the stuff of which you are made. If that does not make the hair stand up on the back of your neck, read it again until it does, because it is important.”

Wenn man aber nun doch unterstellt, dass es ganz sicher ein kontinuierliches Ich-Bewusstsein gibt, dass nicht nur temporär aus gespeicherten, bruchstückhaften und trügerischen Erinnerungen ständig neu zusammengesetzt wird, muss man fast zwangsläufig fragen, ob Bewusstsein überhaupt an die uns bekannten materiellen Strukturen gebunden ist.

5 Kommentare
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Kommentare:
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Zu diesem Beitrag gibt es schon 5 Kommentare. Diskutiere mit!
  • 🕝 Martin

    Ich meine Deine Faszination für das Thema verstehen zu können 😉 … was ich nicht ganz verstehe ist, wonach Du da eigentlich suchst oder was Du verstehen möchtest.

    Was verstehst Du z.b. unter ‚kontinuierlichem Ich-Bewusstsein‘? Also Ich-Bewusstsein = ich gucke in den Spiegel und ‚es stellt fest‘ das bin ich, richtig? Das das „Jetzt-Du“, nicht das selbe Du wie auf dem Video vor 20 Jahren ist, liegt doch irgendwie nahe, sonst wärst Du ja _jetzt_ nicht _hier_. 😉
    Wenn Du die Dimension der Zeit da mit hinein bringst, wäre das die nächste Frage… welches Modell oder Verständnis von ‚Zeit‘ legst Du Deinen Überlegungen zu Grunde?

    Meiner Ansicht nach gibt es nur Gegenwart. Das kann auch erinnerte erfahrene Gegenwart (=Vergangenheit) oder antizipierte Gegenwart (=Zukunft) sein. Oder .. in deinem Modell… Simulationen in der Matrix die Du jeweils mit den Attributen Vergangenheit oder Zukunft verbindest.

    > Wenn man aber nun doch unterstellt, dass es ganz sicher ein kontinuierliches
    > Ich-Bewusstsein gibt, dass nicht nur temporär aus gespeicherten, bruchstückhaften
    > und trügerischen Erinnerungen ständig neu zusammengesetzt wird

    … nicht nur? In meiner Wahrnehmung ist es gerade genau nur alles andere als das (Erinnerungen).

    > ob Bewusstsein überhaupt an die uns bekannten materiellen Strukturen
    > gebunden ist.

    Wir könnten ja zusammen einen Kurs in ‚Remote Viewing‘ an der VHS machen und uns dann z.b. mal die Datenspeicherzentrale der NSA von innen ansehen… 😉

    Das ist _keine ‚Rezension’_ 😉 Ich find’s cool, dass Du Dich mit sowas beschäftigst.

  • 🕝 Baschdi

    > wonach Du da eigentlich suchst oder was Du verstehen möchtest

    Suchen und verstehen wollen sind da denke ich, nicht die richtigen Worte. Mich interessiert der Themenkreis (Medizin, Nahtod, Nachtod, Psychologie, Hirnforschung) und damit zusammenhängenden Philosophien einfach. Ich zieh mir das alles rein. Ohne ein konkretes Ziel oder Denkverbote. Und ziemlich unstrukturiert. Ich schau mir einzelne Aspekte und die Meinungen dazu an. Überlege: Kann das sein? Was spricht dafür? Was dagegen?

    Vielleicht bilde ich mir daraus irgendwann mal eine feste Meinung oder ein Bild vom Leben. Vielleicht aber auch nicht.

    > Wenn Du die Dimension der Zeit da mit hinein bringst

    Das machen wir jetzt nicht! Dann wird es nämlich richtig kompliziert. Und inklusive Matrix irgendwann hirnzellenzerstörend.

    Zeit ist linear, die Erde eine Hohlwelt und 9/11 war ein Insidejob. Auf ein paar plausible Annahmen muss man sich schon einigen 😉

    > Meiner Ansicht nach gibt es nur Gegenwart. Das kann auch erinnerte erfahrene
    > Gegenwart (=Vergangenheit) oder antizipierte Gegenwart (=Zukunft) sein.

    Das ist eine Konsequenz aus dem, was ich geschrieben habe. Und nicht die unplausibelste.

  • 🕝 Martin

    Die Herangehensweise gefällt mir 😉
    Wie bist du auf das Buch oder den Autor gekommen?

  • 🕝 Baschdi

    Das weiß ich nicht mehr. Das Posting hatte ich in den Drafts vergessen. Ist sicher schon ein paar Monate alt.

    Das Buch habe ich nicht gelesen. Den Ausschnitt also irgendwo im Netz gefunden.

  • 🕝 Baschdi

    PS: Wenn wir eine Mission hier auf der Erde haben, dann gehört Wissenserwerb ganz sicher dazu.

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