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Politik & Recht

Die aktuelle Hetze gegen Nichtwähler ist unerträglich

Foto: hammondovi | iStockphoto | Thinkstock

Foto: hammondovi | iStockphoto | Thinkstock

Politik und Medien finden im Moment offenbar eine Menge Spaß daran, Nicht-Wähler als Anti-Demokraten zu stigmatisieren …

… und haben dabei selbst so gar nichts verstanden. Demokratie heißt, die Wahl zu haben. Eben auch die Wahl, nicht zu wählen. Ich bin dankbar, dass die Zeiten, in denen man Menschen „abgeholt“ hat, um sie zur Wahl zu zwingen, vorbei sind!

Politiker, die gegen Nicht-Wähler hetzen, verweigern sich selbst der Demokratie. Gekränkt vom Liebesentzug des „Wahlviehs“, sucht man die Gründe für politische Frustration natürlich nicht bei sich selbst, sondern beim Wähler. Dabei ist die Botschaft der Nichtwähler so drastisch wie leicht verständlich: Ihr könnt mich mal!

Ich kann Jeden verstehen, der nicht wählt. Die Wahl zwischen Pest und Cholera ist nämlich keine. Wer von keinem der antretenden Politikkonzepte überzeugt ist, tut sogar gut daran, nicht zu wählen. Das ist ein ehrlicheres Votum als ein Verlegenheitskreuz. DAS untergräbt nämlich die Demokratie, weil es Wählerstimmen entwertet und beliebig macht.

Ich wähle dieses Mal auch unter erheblichen Bauchschmerzen. 

Kommentare:
  • Lothars Sohn

    Hallo ich bin Lothringer und habe festgestellt, dass die CDU/CSU, FDP, Grünen und SDP die BRD-Blockparteien sind.
    Genauso wie die Blockparteien in der DDR sind sie immer der selben Meinung für die wichtigsten Frage.

    Heutzutage wagt keiner, die kapitalistische Dogma herauszufordern, dass die Wirtschaft immer so frei wie möglich sein sollte und der Staat fast nie eingreifen sollte.

    Als Konsequenz gibt es zahllose Ungerechtigkeiten, wogegen man nichts tun, weil die BRD-Blockparteien die Vorherrschaft des Profikts nicht in Frage stellen wollen.

    Lovely greetings from Europe.

    Lothars Sohn – Lothar’s son

    http://lotharlorraine.wordpress.com

  • Horst Schulte

    Ich finde, du hast recht. Nichtwähler ernten nichts als Unverständnis. Dabei ist dieses Verhalten ebenfalls ein demokratisches Statement. Ich möchte zwar nicht, wie Lothars Sohn, von Blockparteien reden (das ist noch einmal was anderes) aber in der Tat sind mir die Alternativen zwischen den Parteien nicht so klar, wie ich das als Wähler gern sehen würde.

    Spaßeshalber habe ich gestern den Wahlomat noch mal „durchgespielt“. Normalerweise stehen Grüne oder Linke immer ganz oben. Gestern war es „Die Partei“. Und irgendwie bekommt diese Parteiendemokratie auch für mich immer mehr karikaturistische Züge – mit einer ziemlich bitteren Note.

    Ich gehe in diesem Jahr auch zum ersten Mal in meinem Leben nicht zur Wahl und wurde deshalb von der einen oder anderen Seite belehrt, dass dies eben keine Option sei. Ich bin auch der Meinung, dass sie nicht verstanden haben, was Demokratie eigentlich ist. Ich nehme mir jedenfalls die Freiheit, meine Stimme keiner Partei zu geben.

    Am gleichen Tag findet eine Abstimmung statt, an welcher Stelle künftig das Rathaus stehen soll. Dabei nehme ich mein Wahlrecht allerdings wahr. Wir machen Briefwahl, weil wir zu diesem Zeitpunkt im Ausland Urlaub machen.

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