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Vom Webmaster zum Investor?

Die Tatsache, dass meine geschätzte Mitgesellschafterin es geschafft hat, fünf Wochen Urlaub zu machen und Ihr eigenes Geschäft so weit von ihrer operativen Anwesenheit unabhängig zu machen, dass diese Auszeit keine Kollateralschäden verursacht hat, hat mich ins Grübeln gebracht. Wohlgemerkt: In diesen Wochen wurde nicht ein Gedanke an das Geschäft verschwendet. Kein Anruf, keine Mail … nichts!

Kann ich das für mein eigenes Geschäft auch erreichen?

Sicher nicht von heute auf morgen. Mittelfristig bin ich da aber zuversichtlich.

Dieses Ziel steht für mich schon ziemlich lange. Nur habe ich mich in den letzten Jahren eher davon entfernt, als dass ich ihm näher gekommen bin.

Das wird sich nun ändern. In 5 Jahren werde ich 40. Dann möchte ich soweit sein, dass das mein Unternehmen operativ ohne mich funktioniert und ich das Geschäft wie ein „Investor“ führe.

„Hirn“ oder „Hand“ des Unternehmens?

Damit meine ich nicht, dass ich nur noch das Geld zähle und die Beine hochlege. Aber das Geschäftsmodell eines Onlinemagazins funktioniert im Grundsatz wie ein Investmentportfolio.

Man investiert in bestimmte „Projekte“, überwacht den Erfolg und entscheidet, in welchen Bereichen man sein Engagement verstärkt.

Transparenter: Wenn ich es für eine gute Idee halte, dass naanoo.com einen Bereich für „Luftgitarrenspieler“ bekommt, investiere ich einen Betrag von XXXX Euro über einen Zeitraum von XX Monaten. Danach schaue ich mir die Ergebnisse an und kann entscheiden, ob die Idee wirklich „the next big thing“ war oder ob ich besser kein Geld und keine Ressourcen nachschieße.

Das ist es, was wir und die meisten anderen Portalbetreiber heute schon machen. Nur möchte ich die operativen Aufgaben eliminieren, die mich davon immer wieder abhalten.

Am Ende kommt es dann doch wieder auf das alte Zitat zurück: Wer arbeitet, hat keine Zeit zum Geldverdienen.

8 Kommentare
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Kommentare:
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  • 🕝 Tjark

    Schöner Gedanke, aber mein Motto ist: Mach es selber, wenn es gut werden soll.
    Ausserdem macht mir auch das operative Geschäft soviel Spass, dass ich es gar nicht ganz aufgeben möchte. So Sitze ich heute mit 40 Jahren immer noch an der manchmal etwas langweiligen Kleinarbeit.

  • 🕝 Sebastian (Redaktion)

    Das schließt sich ja nicht aus.

    Aber es ist ein großer Unterschied, ob man es macht, weil man gerade mal Bock drauf hat oder ob man muss, weil es gar nicht anders geht 😉

  • 🕝 udo

    >In 5 Jahren werde ich 40.>
    Oh-mein Gott – BASTI.
    Ich hatte schon mit 28 meinen ersten Rolls. Von dem kleinen Schwarzen unter meinen Fingernaegeln. Selbst total korrekt verdient. Nichts von Mammi oder Pappi. Obwohl da Moeglichkeiten bestanden haetten.

    Im Prinzip hatte und habe ich fuer diese ganzen „schicki-mickie“ – Unternehmer von des Erbes und anderen goettlichen Gnaden – nur EINS uebrig: Naemlich abgrundtiefe Verachtung!

    Auch ich musste in Sachen Unternehmertum erst einmal durch die Hoelle gehen – um irgendwann vielleicht so etwas wie den „Himmel“ – zu finden.

    Sebastian und Ich kennen sich nun schon viele Jahre im Netz. Ich habe den Basti kritisiert. Und der Bast mich. Wahrscheinlich war es in beiden Faellen immer nur die Suche nach der Wahrheit.

    Meine (subjetive) Wahrheit ist:

    Sebastian ist fuer mich einer der grossartigsten deutschen Leute – welche jemals im Internet kennen gelernt habe.

    Der Junge hat ganz einfach „etwas“ – was mich persoenlich faziniert.

    Aber ich habe auch etwas zu bieten. In den meisten Faellen voellig geniale Dinge – auf die bisher noch Niemand sonst Anderes gekommen ist. Alle reden im Marketing vom sog. “ Alleinstellungs-Merkmal“

    Bitteschoen:

    http://d-nb.info/961843624/about/html

    Ein besseres „Marketing-Alleinstellungs-Merkmal“ – wird es wohl bis zum naechsten Jahrtausendwechsel am Donnerstag dem ersten Januar 3001 – auf der ganzen Welt Niemals wieder geben.

    ABSOLUT genial, oder?

    Sebastian F. hat meiner Meinung nach – ein geradezu unglaubliches Internet-Marketing – Wissen.

    Aber nicht nur das – sondern auch die praktische Umsetzung.

    Das Einzige – was ich zu benoegeln habe – sind die wirklich GENIALEN Ideen zur richtigen Zeit.

    Ich denke – dass von den richtig guten alten Durchblicker- Internet- Jungs aus dem deutschen Netz – nun eine Art „Cooperative“ – als Rechts- und Gesellschaftsform gegruendet werden sollte.

    Dies sollte von der Idee her – auch eine korrekte Alternative und Antwort fuer Jedermann sein .

    Fuer alle Mit-Menschen im Internet – bei welchen diese ganze neue Traum-Taenzer-Info-Marketer-Geld-Guru-Bande versucht – mit falschen >Versprechungen a la Doctore Oliver Pott – plusn aktuellen Nachfolgern – die Knete aus der Tasche zu leiern.

    Die wirkliche Internet-Geschichte ist ja noch nicht so alt. Darum koennen auch nur Leute – welche diesen ganzen digitalen Entwicklungs-Prosess von Anfang an mit bekommen/tgelebt haben – authentische Antworten auf alle Fragen geben.

    Welcome auf den Webseiten der wirklichen mit Aussagekraft und mit authentischer Erfahrung gepraegten Internet-Seiten der Zukunft.

    Ohne Lug und Trug.

    Weil Lug und Trug derzeit fast ueberall im Netz bei dieser ganzen neuen „Info-Marketer“ – Internet- Abzocker-Sekte an zu treffen ist.

    Authentisch gemacht von Leuten – die von daher schon ganz, ganz lange herkommen – wo so Viele im Netz – ueberhaupt erst noch hinwollen….

  • 🕝 udo

    >Schöner Gedanke, aber mein Motto ist: Mach es selber, wenn es gut werden soll.
    Ausserdem macht mir auch das operative Geschäft soviel Spass, dass ich es gar nicht ganz aufgeben möchte. So Sitze ich heute mit 40 Jahren immer noch an der manchmal etwas langweiligen Kleinarbeit.Die Tatsache, dass meine geschätzte Mitgesellschafterin es geschafft hat, fünf Wochen Urlaub zu machen und Ihr eigenes Geschäft so weit von ihrer operativen Anwesenheit unabhängig zu machen, dass diese Auszeit keine Kollateralschäden verursacht hat, hat mich ins Grübeln gebracht. Wohlgemerkt: <

    Auf sowas hat ja wohl jeder mittere Angestelte mittlerweile sogar irgendeinen gesetzlichen Anspruch. Und dann auch noch vielleicht auf 13, 14 Monatsgehalt.Plus Weihnachtsbaum-Schmuck-Zulage.

    Da kannste mal wieder sehen – was wir Unternehmer in Wirklichkeit fuer ein paar arme Schlucker sind, Basti..

    Jemand bei uns aus der Familie arbeitet in hoher Postion im Gesundheitswesen auf den Inseln. Daher kenne ich die Zahlen. Fast ein Drittel der Angestellten in diesem Apparat – sind grundsaetzlich "krank". Und zwar wegem jeden Fitzelchen. Diese Leute trifft man dann bevorzugt vergnuegt in irgendwelchen Bars. Oder auf einem wuenderschoenen Sonnen-Liegestuhl direkt an der Playa. Und werden weiter bezahlt.

    Mach das doch mal als selbststaendiger Unternehmer!

    Ich zumindest kann mir den grossen Luxus vielleicht auch mal krank zu werden – ueberhaupt nicht erlauben.

    Es geht nicht. Ok. Es geht schon. Aber nur wenn man den Betrieb abgibt und verkooft.

    Womit wir bei Deiner Vorstellung " vom Webmaster zum Investor" – angekommen waeren.

    Auch in Ordnung. Ist natuerlich auch Internet-Roulette-Spiel. Immerhin gehoerst Du mittlerweile zu den wenigen Internet- Leuten in BRD in diesem Bereich, Basti – denen man keine guten Ratschlaege mehr geben muss.

    Natuerlich ist dies eine neue Dimension und der Einstieg in die fortgeschrittene Unternehmer-Liga.

    Aber neu ist das nicht. Kapital-Beteiligungs-Gesellschaften. Aktien, Devisen-Handel und einen wahren Reichtum an unterschiedlichsten Beteiligungs-Formen alller Art – gibt es schon seit 100 und mehr Lebensjahren …

  • 🕝 udo

    Das Postings – von der angeblich so tollen neuen World-Press und Co – Blog-Software – wie im letzten Beitrag hier – auseinander geissen – verstuemmelt und falsch dar gestellt werden – ist mir schon oefters mal auf gefallen.

    Dieser angebliche „Internet-Fortschritt“ – ist ueberhaupt keener. Mit einer anstaendigen stabilen „alten“ – Foren-Software-Script – waere das so nicht passiert. Ausserdem „gab“ es da die viel besseren Moeglichkeiten der Kommunikation. Zum Beispiel ein kleines Bildchen zur Auflockerung von Text-Content.

    Aber wie schoen – das es nun so eine neue Internet-Modepuppe wie Facebook gibt – mit den „Neuen“ – asbach-uralten Gestaltungsmoeglichkeiten …

  • 🕝 Olaf

    @Basti:

    Ich habe zu diesem Thema gerade das Buch „Die 4 Stunden- Woche“ von Timothy Ferriss gelesen. Wenn Du möchtest, sende ich es Dir kostenlos per Post zu.

    Ich sehe meine Aufgabe in der Firma darin, darüber nachzudenken, womit wir in 3 Jahren Geld verdienen können. Das Tagesgeschäft versuche ich zu delegieren. Programmierung, Design etc. fasse ich nicht mehr an.

    Mein Ziel ist es, daß meine Firma (5 Leute) auch im Fall von unvorhergesehenen Dingen (Technikstörungen, Abmahnungen etc,) 4 Wochen ohne mich auskommt.

  • 🕝 udo

    Richtig, Olaf! Und wenn Du irgendwann noch mehr Freizeit hast – kannste vielleicht noch mal selbst ein tolles E-Buch schreiben.
    Arbeitstitel: „Ein Mann blickt durch… !“

  • 🕝 udo

    Obwohl ich natuerlich auch die Argumente von unserem lieben Knittelchen voll verstehe.
    Es kommt eben immer genau darauf an – auf welcher Stufe und in welcher persoenlichen Lebens-Situation sich ein Unternehmer gerade selbst befindet.
    „Outsourcing“ – ist vom Prinzip her – eine tolle Sache und Moeglichkeit.

    Aber Knittelchen hat recht: SOOO ganz einfach ist wohl nicht – auch die richtigen Leute in diesem Modell zu finden. Wenn da die „Falschen“ – mit an Bord sind – kann selbst ein an sich funktionierendes Unternehmer-Konzept – ruckzuck im kapitalen Nirvana der Verlierer dieser Welt landen.

    Ausserdem braucht man fuer ein vernuenftiges „Outsourcing“ – viel Knete. Denn : Ohne Knete – keine Fete. Diese Hilfs-Arbeiten- oder Service- ausfuehrenden Leute – muessen – mit jedem Recht der Welt – fuer ihre ver – oder er – kaufte Arbeits – und Lebenszeit – auch korrekt bezahlt werden.

    Genau an diesem Punkt wird auch der Unterschied zwischen echten Unternehmern und dem lohnabgaengigen Rest-Volk in der Wirtschaft deutlich.

    Jeder normale selbststaendige Unternehmer mit einer geschaeftlichen Vision – arbeitet am Anfang mindestens 48 Stunden an jedem Tag. Er beutet sich selbst, seine Lebenszeit und Arbeitskaft ueber alle Massen hinaus aus. Fuer das Ziel – an was er glaubt.

    Aber nicht alle Traeume werden wahr. ( Siehe die Statistiken vom zustaendigen Bundesamt in BRD in diesem Bereich)
    Irgendwie bin ich kein FDP-Waehler. Aber eigentlich sollte ich es sein. Denn die wirklichen Impulse fuer die Gesamt-Wirtschaft kommen nun mal aus der sog. Mittelschicht. Also von Leuten – welche fuer ihre persoenlichen Lebenstraeume noch hart arbeiten und schuften. Dass ausgerechnet diese grossartigen Leute aus der normalen Mittelschicht – von Frau Merkel, SPD, Links-Genosen und der gruenen politischen REST- Ab-melker-Fraktion – SOOO steuerlich und derzeit wirklich diskriminiert und benachteiligt werden – duerfte wohl irgendwann in die Geschichte der groessten parlamentarischen Irrtuemer der demokratischen Neuzeit eingehen.

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