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Wirtschaft & Finanzen

Endspiel des Euro: Griechenland will „DDR mit Westgeld“

Foto: Giordano Aita | Photos.com

Foto: Giordano Aita | Photos.com

Am Wochenende wird es spannend. Griechenland wählt und Europa bereitet sich auf Turbulenzen vor.

Es ist schon verrückt. Am Sonntag wird ein kleines Land mit 10 Millionen Einwohnern über das Schicksal Europas entscheiden.

Interventionen sind vorbereitet

Während die Linken in Griechenland weiterhin die „DDR mit Westgeld“ versprechen, rüsten sich die Notenbanken für gigantische Interventionen für den Fall, dass die Märkte kollabieren. Ich denke das europäische Finanzsystem ist inzwischen gut auf den Ernstfall vorbereitet.

Szenarien

Die aus meiner Sicht wahrscheinlichsten Szenarien:

  • Die Griechen kommen angesichts der drastischen Folgen für ihr Land Angst und die Linken verpassen knapp die Mehrheit
  • Die Linken werden gewählt, treten in Verhandlungen mit der Troika, können außer leichten Lockerungen des Sparzwangs aber keine Positionen durchsetzen.
  • Die Linken werden gewählt. Die Verhandlungen mit der Troika scheitern und Griechenland führt die Drachme wieder ein.

Alles Andere – wie ein Euroaustritt Deutschlands oder eine konzertierte Aktion mehrerer Euroländer – halte ich für eher unwahrscheinlich.

Ich denke im Falle eines linken Wahlsiegs in Griechenland sollte man keine allzu großen Zugeständnisse machen. Der Sparzwang muss als Bedingung für frisches Geld aufrecht erhalten werden.

Man sollte Griechenland allerdings ein Wachstumsprogramm in Aussicht stellen und wirtschaftliche Hilfe beim Aufbau eines funktionierenden Geschäftsmodells zusichern.

Und letztlich ganz pragmatisch: Wenn man das für Griechenland vorgesehene Geld bspw. in das nahezu gleich große, fast schuldenfreie Bulgarien pumpt, ist Europa mehr geholfen.

6 Kommentare
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Kommentare:
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Zu diesem Beitrag gibt es schon 6 Kommentare. Diskutiere mit!
  • 🕝 steffen

    wie kann es eigentlich sein, dass ein kleines wirtschaftsschwaches land mit 10 mio einwohnern solche probleme für europa verursacht.

    berlin hat 3 mio einwohner ist wirtschäftlich wesentlich stärker und danach kräht kein hahn.

    jede mrd die man da reinsteckt macht die sache noch schlimmer. man hätte die damals ganz am anfang kontrolliert pleite gehen lassen sollen und fertig.

  • 🕝 steffen

    nachtrag:

    „berlin hat 3 mio einwohner ist wirtschaftlich wesentlich stäker, ist ebenfalls pleite und danach kräht kein hahn.

  • 🕝 Sebastian (Redaktion)

    > hätte die damals ganz am anfang kontrolliert pleite gehen lassen

    Keine Chance. Allein die staatlichen, deutschen Außenstände Griechenlands übersteigen die Billionengrenze. (Bundesbank, EZB-Haftung etc.)

    Dazu die Kredite der „freien“ Wirtschaft, Anleihen in Banken, Rentenfonds, Kommunalfonds etc. etc.

    Das hätte damals zu massiven Probleme geführt, wie an den Anleihezinsen für Italien, Spanien, Portugal und Irland ja schon erkennbar war. Die waren defacto „markttechnisch“ auch am Ende.

    > ebenfalls pleite und danach kräht kein hahn

    Berlin ist ja nicht wirklich pleite. Der Bund sorgt für Liquidität.

  • 🕝 Sebastian (Redaktion)

    > ist wirtschaftlich wesentlich stäker

    Das ist schlichtweg nicht richtig:

    Bruttoinlandsprodukt Berlin: ca. 95 Mrd. Euro
    Bruttoinlandsprodukt Griechenland: ca. 215 Mrd. Euro

  • 🕝 Olaf

    Die Griechen machen immer genau daß, damit sie die nächsten paar Jahre so wie bisher weiterleben können.

    Jetzt haben die Konservativen knapp gewonnen, und wie zu lesen ist, sind die Geldgeber zu zeitlichen Zugeständnissen bereit.

    Wie auch zu lesen ist, sind die Griechen mit ihrer Reform fast nicht weitergekommen.

    Die nächsten Jahre werden die Griechen alle paar Monate ein paar Mrd. € bekommen.

  • 🕝 Sebastian (Redaktion)

    > die Griechen alle paar Monate ein paar Mrd. € bekommen

    Das ist die Gefahr, wenn wir Griechenland in der Eurozone halten.

    Im Moment bin ich aber zuversichtlich, weil die EU ordentlich Druck macht. Die EU ist mittlerweile groß genug, dass die Gemeinschaft einzelne Länder wieder auf Kurs bringen kann.

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