Wirtschaft & Finanzen
Fördermittel & Subventionen = Wirtschaftskiller

Wiedergekäut – Das Beste aus 5 Jahren myBasti

Antwort auf eine Anfrage bei XING:

Hallo Herr …… ,

bisher hatte ich nur mit …….. Kontakt. Und dem hatte ich eigentlich recht eindeutig zu verstehen gegeben, was ich von Fördermitteln halte: nämlich gar nichts.

Ich sehe Subventionen und Fördermittel als staatlichen Frontalangriff auf alle echten Unternehmer und werde keine Aktionen oder Projekte unterstützen, die direkt oder indirekt mit Fördermitteln in Verbindung stehen.

Viele Grüße vom Wannsee,

Sebastian Fiebiger

Fördermittel und Subventionen kehren das Darwinsche Prinzip um – die Schwachen werden aufgepäppelt und die Starken geschwächt. Das ist in meinen Augen Gift für jede Wirtschaft.

Gedopte Webagenturen & vergoldete Förderkörbe

Das konnte ich schon im eigenen Umfeld Ende der 90er Jahre beobachten. Da waren fördermittelgedopte Webagenturen unterwegs, die einfach jedes Angebot unterbieten konnten.

Ähnlich fatal sind die Steinkohlesubventionen. Anstatt in einer Situation, in der der Kohleabbau nicht mehr profitabel ist, darüber nachzudenken, wie man Alternativen schaffen kann und die Menschen in zukunftssichere Arbeit bringt, wurde versucht, die Probleme zu zementieren.

Mit welchem Ergebnis? Die verheizten Milliarden fehlen nun – Jahre später – für wichtige Handlungsalternativen.

13 Kommentare
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Kommentare:
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  • 🕝 Markus

    Im Fall der Fördermittel muss ich dir zumindest teilweise widersprechen, es gibt durchaus Fälle wo eine Förderung Sinn macht.
    Allerdings sollten derartige Förderungen wirklich nur da ansetzen wo die Wirtschaft selbst auf Grund von vermeintlich zu geringen Erfolgschancen oder strategischen Entscheidungen nicht investiert.

    Kurz gesagt keine Unternehmen fördern welche in einem nach wirtschaftlichen Kriterien funktionierenden Markt agieren.

  • 🕝 Sebastian

    Nenn mal ein Beispiel?

    Ausgaben in Nicht-Wirtschaftsbereichen halte ich nicht für „Fördermittel“.

  • 🕝 Markus

    Ich meine damit z.B. die Förderung von Hochschulausgründungen im Pharma Sektor, wenn es nicht um vielversprechende Grundlagenforschung oder um Mittel gegen „Volksleiden“ geht ist es schwer an Mittel aus der Wirtschaft zu kommen.

    Wenn sich ein Mittel erst xx. Jahre nach Ablauf der Schutzrechte rechnet investiert kein nach wirtschaftlichen Kriterien arbeitendes Unternehmen Geld. Nur weil es Betriebswirtschaftlich Sinn macht bedeutet das aber nicht zwangsläufig, dass es sich Volkswirtschaftlich genauso verhält.

    Mir ist aber durchaus bewusst, dass Förderungen in den meisten Fällen, Volkswirtschaftlich unsinnig sind, bzw. als Regional-politische / wirtschaftliche „Waffe“ missbraucht werden…

  • 🕝 Sebastian

    Deswegen habe ich nach einem Beispiel gefragt.

    Solche Förderungen halte ich ebenfalls für unsinnig. Entweder eine Krankheit ist „wirtschaftlich“ therapierbar oder eben nicht.

    Es gibt keinen Grund, Geld in Wirtschaftsunternehmen zu pumpen, die dann etwas entwickeln und (aufgrund der gesparten Entwicklungskosten) dann Profite damit machen.

    Wenn man solche Krankheiten therapieren will, sollte man die Entwicklung komplett staatlich abwickeln und das Medikament selbst herstellen. Man ist – als Staat – schließlich eh der größte Abnehmer.

    Alles andere ist doch total gaga … erst bezahlte ich die Entwicklung… und dann muss ich die Margen bezahlen, die die Leute aufschlagen, denen ich gerade die Entwicklung bezahlte haben…. uuuuuhhh!

    Und mit den Profiten entwickeln die dann noch andere Medikamente, wo sie gegenüber rein privaten Unternehmen wieder im Vorteil sind … die ausstechen können … was zu weniger Wettbewerb und höheren Preise führt…

    … Fördermittel sind immer Mist. Punkt!

  • 🕝 Sina (25, Berlin)

    test

  • 🕝 Martin

    Darwin (weil du den neulich schonmal rausgekramt hast): bin da nicht 100%ig firm (man möge mich korregieren), aber AFAIK geht es in dem was der olle Brite sich da zusammengereimt hat _nicht_ um A ist stärker als B und überlebt deshalb… sondern A ist besser angepasst als B und überlebt deshalb. Oder anders gesagt: es überlebt das was überlebt. Das muss nicht unbedingt „stärker“ sein.

    Fördermittel sind im übrigen super, wenn sie bei mir landen 😉 … tun sie leider nicht, daher sie bäää.

  • 🕝 Sebastian

    > sondern A ist besser angepasst als B und überlebt deshalb

    Das ist Interpretationssache. Die heutige Evolutionstheorie hast Du ganz gut zusammengefasst. Darwin war da begrifflich nicht so dogmatisch:

    „One general law, leading to the advancement of all organic beings, namely, multiply, vary, let the strongest live and the weakest die. (aus Origin of Species von Charles Darwin, 1859)“

    Dieses häufig referenzierte Zitat stammt übrigens NICHT von Darwin, auch wenn es ihm immer wieder zugeschrieben wird:

    „It is not the strongest of the species that survives, nor the most intelligent, but rather the one most adaptable to change.“

    Wenn Du die Subvention als Teil des Ökosystems akzeptierst, fällt die ganze Geschichte natürlich eh hinten runter. Dann sind die „Abgreifer“ unter Umständen die Best-Angepassten und damit auch die Stärksten.

  • 🕝 Gabriel

    > Darwin war da begrifflich nicht so dogmatisch

    Er hat es nicht so eingeführt. Aber er hat zu Lebzeiten die Kritik an seinem Werk angenommen und mit der Übernahme der Formulierung „survival of the fittest“ sein Werk entsprechend angepasst und so viele Missverständnisse in dieser Richtung ausgeräumt.

  • 🕝 Sebastian

    Kann man so und so sehen. „Stärkste“ ist auf keinen Fall falsch, denn in den allermeisten Fällen beinhaltet relative Stärke – und um die geht es ja – auch Anpassungsfähigkeit.

    Man kann mit „Anpassung“ natürlich alles totschlagen. („Dann war xy eben nicht angepasst genug.“) Dito mit Stärke. Insgesamt finde ich das aber ganz schön inhaltslos in der letztlichen Aussage, wenn man es so dogmatisch auslegt.

    Dann bleibt außer Martins „es überlebt das was überlebt“ nichts übrig. Und diese Erkenntnis würde ich dann doch eher Mister Obvious zuschreiben.

    > mit der Übernahme der Formulierung “survival of the fittest” sein

    Quelle? „Survival of the fittest“ stammt ja ursprünglich von Spencer.

  • 🕝 Gabriel

    > Quelle?

    On the Origin of Species (ab 5. Auflage)

    > “Survival of the fittest” stammt ja ursprünglich von Spencer.

    Genau. Deshalb habe ich ja geschrieben: „Kritik an seinem Werk angenommen und mit der Übernahme der Formulierung…“

  • 🕝 Sebastian

    So, ich habe nachgeschaut. Der oben von mir zitierte Satz:

    “One general law, leading to the advancement of all organic beings, namely, multiply, vary, let the strongest live and the weakest die.“

    steht auch in der 5. Auflage von 1869 von „On the Origin of Species“ unverändert auf Seite 299 und wurde NICHT durch eine andere Formulierung ersetzt oder in irgendeiner Form verändert / angepasst.

    Dito in der 1.-4. und der finalen 6. Auflage von 1876.

    Doooooooh! Basti verarschen geht anders!

  • 🕝 Gabriel

    > steht auch in der 5. Auflage von 1869

    Ja, ich weiß. Das habe ich auch nicht in Abrede gestellt.

    Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass er die Formulierung „survival of the fittest“ aufgrund eben dieser Kritik „übernommen“ und so sein „Werk angepasst“ hat, um so Missverständnisse auszuräumen.

    Und das habe ich dann auch -auf Deine Nachfrage hin- mit einer Quelle belegt (ab 5. Auflage). Und dort kommt nun mal die (wie von Dir richtig angemerkte) von Spencer übernommene Formulierung erstmals im Werk von Darwin vor.

    Mehr nicht.

    > Basti verarschen geht anders!

    Da interpretiertst Du jetzt etwas zu viel rein 🙂

  • 🕝 Sebastian

    > Da interpretiertst Du jetzt etwas zu viel rein

    Wenn Du das auf mein „Darwin war da begrifflich nicht so dogmatisch“ erwiderst, war ich halt davon ausgegangen, dass Du dem widersprechen willst.

    Mir war nicht klar, dass Du einfach nur auch was sagen willst 😉

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