Wirtschaft & Finanzen
Hasso Plattner, Gates, Buffet & Co. – Die Süddeutsche macht Spenden zum Kapitalverbrechen

Bild: Getty Images

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Wenn man diesen Artikel zur Wohltätigkeit von Superreichen liest, hat man den Eindruck, spenden ist eigentlich ein Verbrechen.

Dass die überwiegende Mehrheit der Wohlhabenden ihr Vermögen behält, es für viele Generationen blockiert und Menschen wie Gates, Buffet und Co. die beispielgebenden Ausnahmen sind, bleibt dabei ebenso unerwähnt wie die Tatsache, dass die meisten Milliardenvermögen durch Unternehmertum entstanden sind, das bekanntlich Arbeitsplätze, Fortschritt und Wohlstand schafft.

Der Vorschlag, die Vermögen der Reichen doch über Steuern in den Staatshaushalt zu überführen ist dann der krönende Abschluss des hirnlosen Artikels. Da ist das Geld bestimmt viel besser aufgehoben. Wenn es in Unternehmensbeteiligungen liegt, machen wir doch Staatskonzerne draus. Amen! Oder besser „Rot Front“?

Ich bin nicht grundsätzlich gegen eine Vermögensbesteuerung, aber daraus eine Schuld zu konstruieren und soziale Engagements von Plattner, Gates, Buffet & Co. zu entwerten, ist absurd.  („Und nicht zuletzt auch Polizei, die dafür gesorgt hat, dass weder dem kleinem Bill noch dem kleinem Warren oder dem kleinen Hasso auf dem Weg zur Schule einer den Kopf eingeschlagen hat.“) Wie viel soll der „Polizeischutz“ auf dem Weg zu Schule denn kosten? Eine Milliarde? Oder doch zwei? Und hat die Autorin diesen Betrag schon für ihre eigene Schulzeit überwiesen?

Eine Verklärung der Reichen zu Heiligen kann ich jedenfalls beim besten Willen in unserer Gesellschaft nicht erkennen. Der Artikel gleicht ein bisschen einem Schild, das in der Wüste vor Hochwasser warnt.

Ich würde zu gern wissen, was die 34-jährige Hannah Wilhelm so großartiges für unsere Gesellschaft getan hat, dass das karitative Engagement von Menschen wie Buffet, der 99 Prozent seines Vermögens spendet, dagegen derart verblasst.
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